Einparken mit dem Hyundai Genesis Coupé 3.8 V6 am Weissenhäuser Strand
Der Genesis Coupé ist dafür das perfekte Gefährt - allein schon der Name! Seine spitz zulaufenden Frontscheinwerfer sind außerdem eine feinsinnige Reminiszenz an ein klassisch gezacktes Rockbandlogo. Im Werbevideo auf der Hyundai-Internetseite sieht man das Coupé in rasanter Kreiselfahrt tanzen, es erzeugt dabei aus Gummiabrieb einen so prächtigen Bodennebel, dass jeder Mähnenrocker in diesem Dunstkreis gerne seine Spreizposen vollführen würde.
Ich drücke den Startknopf, der Wagen schnurrt wie ein aufgedrehter Gitarrenverstärker in der Brummschleife. Ein Tippen aufs Gas, der Motor geht kurz ins Bonnie-Tyler-Kehlige, dann in dickeres Gedröhn. Mit dem lethargischen Genesis-Softgedudel der späten Jahre hat dieser Sound nichts gemein. Erfreulich.
Die Fahrt geht sportlich und - wie uncool das schon wieder klingt - komfortabel dahin, genug Platz habe ich obendrein. Ich übertöne den Motor mit lauter Altes-Herz-wird-nochmal-jung-Musik. An der Tankstelle werde ich beäugt. Gemeine Menschen sagen über den Genesis Coupé, er sei das Auto für junge Männer, die gerne einen Porsche fahren würden, aber das Geld dafür nicht haben. Ungefähr so ähnlich, wie ich gerne zum Rocken fahren würde, aber den Rücken dazu nicht mehr habe.