Einparken mit dem Volkswagen Up in Oldenburg
Schnell erinnere ich mich an die Stunden, die wir zusammen hatten. Unscheinbar, fast schüchtern stand er bei unserer ersten Begegnung in der Tiefgarage neben den anderen Wagen, die irgendwelchen Chefredakteuren oder Verlagsleitern gehören mussten - groß, stark, wichtig. Er hingegen eher unaufgeregt. Zwei kleine, runde Scheinwerferaugen vorne, winzige Motorhaube, steil abfallendes Heck. Ich drückte auf den Schlüssel, er blinkte kurz und entriegelte seine zwei Türen.
In dem Moment, als ich mich in den Sitz fallen ließ, hatte er mich: Vor mir glänzte das Armaturenbrett in Klavierlack-Optik. Auf der Mittelkonsole thronte das Navigationsgerät. Sitzheizung, Tempomat, MP3-Funktion, und das alles für gut 13.000 Euro. Nicht schlecht für einen Volkswagen, dachte ich. Nicht schlecht für ein erstes eigenes Auto.
Wir schnurrten los. Ab auf die Autobahn, mal sehen, was die 60 PS so hergeben. Die erste Enttäuschung: Bei lärmenden 160 Stundenkilometern war Schluss. Aber zwischen Hamburg und Bremen erreicht man solche Geschwindigkeiten eh nur noch selten, und mal ehrlich: Was hatte ich auch erwartet?
Also, schnell den Besuch bei den Eltern erledigt, eingeparkt vor dem Reihenendhaus, umgedreht und - was soll's - zurück in die Großstadt. Hinein ins Gedränge, wo Winzigkeit ein Pluspunkt ist. Als Statussymbol taugt der Wagen sowieso nicht, dann muss er wenigstens praktisch sein.