Ab 2011 will der japanische Autobauer Toyota seine Produktpalette um einen Hybrid-Fahrzeug auf der Basis des Prius erweitern, das per externer Steckdose geladen werden kann.
Steckdosenhybrids wie Toyota Prius PHV oder das von GM angekündigtes Modell Volt haben den Vorteil, dass sie auch über einen klassischen Verbrennungsmotor betrieben werden können, wenn der Strom zur Neige geht.
Die Vorbehalte gegenüber geringen Reichweite von reinen Elektroautos könnte durch die Markteinführung dieser Plug-In-Modelle somit abnehmen.
Toyota zufolge kann der Wagen kurze Pendelstrecken von bis zu 23,4 Kilometern im Elektrobetrieb zurücklegen. Mit zusätzlicher Benzinbetankung soll der Wagen theoretisch 1400 Kilometer durchhalten.
Der Wagen erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h im Elektrobetrieb und schafft im Elektro- und Verbrennungsbetrieb auf etwa 57 Kilometer pro Liter Treibstoff. Dem Hersteller zufolge stößt er dabei lediglich 41 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer aus. Im Verbrennungsbetrieb sind es dann immerhin noch 30,6 Kilometer - etwas mehr als das reguläre Prius-Hybridmodell. Die Ladezeit der Batterien gibt Toyota mit rund drei Stunden an. Der Stromwagen Volt von GM soll mit einer Batterieladung rund 64 Kilometer zurücklegen können, Nissans Elektrowagen "Leaf" schafft es mit einer vollen Batterieladung auf immerhin 160 Kilometer.
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Mit dem neuen Modell setzt der japanische Autokonzern erstmals auf kostspielige Lithium-Ionen-Akkus, die den günstigeren Nickel-Äquivalenten in der Speicherkapazität deutlich überlegen sind. Auf einen konkreten Marktpreis wollte sich Takeshi Uchiyamada, Entwicklungschef bei Toyota, bislang jedoch noch nicht festlegen. Der Prius solle zu einem "erschwinglichem" Preis angeboten werden, der deutlich unter 3 Mio. Yen liegen werde. Das Modell Volt vom Konkurrent GM wird derweil deutlich darüber liegen: Die Amerikaner gehen von einem Verkaufspreis von rund 40.000 $ aus.
Bei der Marktakzeptanz gibt sich Toyota optimistisch: "Mehrere Zehntausend" Stück wollen die Japaner von dem Modell verkaufen. Und auch die Autobauer aus Detroit sind ähnlich zuversichtlich. GM rechnet mit etwa 10.000 verkauften Einheiten im ersten und 60.000 im zweiten Jahr.
Die ersten Prius-PHV-Modelle will Toyota noch in diesem Dezember auf den Mann bringen, als Erstkäufer stehen öffentliche Einrichtungen und Geschäftskunden in Japan, den USA und Europa im Fokus, an die das Modell verleast werden soll.