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Merken   Drucken   02.03.2010, 10:14 Schriftgröße: AAA

Neuvorstellung: Audi A1 E-Tron - Blitzstart eines Newcomers

Der neue Kleinwagen der Ingolstädter ist noch gar nicht auf dem Markt, da erweitert Audi seine Familie von Stromer-Studien um eine elektrifizierte Version des City-Flitzers.
Audi plant, den Begriff E-Tron ähnlich in den Köpfen der Kunden zu verankern, wie die Allrad-Bezeichnung Quattro. Was bei der hauseigenen 4x4-Technik drei Jahrzehnte dauerte, muss wegen des großen Konkurrenz- und Innovationsdrucks beim Elektroantriebskürzel jedoch bedeutend schneller gehen.
Nach der Premiere des ersten Audi E-Tron auf der Los Angeles Autoshow im Grundkonstrukt eines R8 und seinem Pendant in TT-Dimensionen auf der NAIAS 2010 folgt am Genfer See darum ein Audi A1 E-Tron - auch wenn das Benzinmodell noch gar nicht ausgeliefert wird. Ganz nebenbei gibt es die Rückkehr des Wankelmotors.
Galerie Audi A1 E-Tron - Blitzstart eines Newcomers
Während der neue 1er auf dem Genfer Salon 2010 seine lang erwartete Publikumspremiere als Serienmodell feiert, zeigt die Studie des A1 E-Tron, dass Elektroantriebe nicht den Sportversionen im Hause Audi vorbehalten bleiben sollen.
Elektrostudien statt realen Hybridantrieben Während die Hauptkonkurrenten Mercedes und BMW bereits die ersten Hybridversionen auf die Straße gebracht haben, hat Audi den Hybridanschluss verschlafen. Serienmodelle wie Q5 oder A8 mit Hybridtechnik lassen noch auf sich warten. Deshalb sollen es Imagemodelle und Technologieträger aus der E-Tron-Familie richten.
Angetrieben wird der Audi A1 E-Tron von einem Elektromotor mit einer Maximalleistung von 75 KW / 102 PS und 240 Nm maximalem Drehmoment. Im Dauerbetrieb reduziert sich die Leistung auf 45 KW / 61 PS. Den Spurt 0 auf Tempo 100 soll das Citymobil in 10,2 Sekunden schaffen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 Stundenkilometern. Die Kraftübertragung erfolgt mit einem einstufigen Getriebe.
Die Reichweite im reinen Elektrobetrieb soll 50 Kilometer betragen. Ist der vor der Hinterachse positionierte Lithium-Ionen-Akku leer, bewegt sich der kleinste Audi ähnlich wie Opel Ampera oder Chevrolet Volt mit einem kleinen Verbrennungsmotor. Der so genannte Range-Externder lädt den Akku während der Fahrt wieder auf und schraubt so die Reichweite auf ein praktikables Maß hoch.
Überraschend: das Mini-Triebwerk ist dabei kein konventioneller Verbrenner oder ein Dieseltriebwerk mit Turboaufladung, sondern ein Einscheiben-Wankelmotor mit einer Leistung von überschaubaren 15 Kilowatt, der unterhalb des Kofferraums untergebracht ist. Durch den so aufgeladenen Akku erhöht sich die Reichweite um 200 Kilometer. Der mittlere Verbrauch des A1 E-Tron würde bei knapp unter zwei Litern Super auf 100 Kilometern liegen. Der Tank für den Wankelmotor fasst zwölf Liter Kraftstoff.
Der Akku lässt sich per Plug-In-Anschluss an einem 380-Volt-Netz in rund drei Stunden wieder aufladen. Hinter den Ringen im Singleframe des Audi A1 E-Tron liegt die Buchse für den Einheitsladestecker. Ein Display zeigt aktuellen Ladezustand und Restladezeit.
Der Lithium-Ionen-Akku ist in der Bodengruppe vor der Hinterachse angeordnet, um die Gewichtsverteilung und den Schwerpunkt des 1,2 Tonnen schweren A1 E-Tron zu verbessern. Die t-förmige Batterie-Einheit füllt den hinteren Teil des Mitteltunnels und den Bereich vor der Hinterachse, der sonst dem Kraftstofftank gehört. Der 150 Kilogramm schwere Lithium-Ionen-Akku, der mit 380 Volt Spannung arbeitet, hat einen Energieinhalt von zwölf Kilowattstunden.
  • Pressinform, 02.03.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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