War der offene Vorgänger Lamborghini Murcielago entweder ohne Dach oder mit einer Flattermütze für Geschwindigkeiten bis 200 Stundenkilometer unterwegs, so bietet der Aventador Roadster deutlich mehr Alltagsnutzen. Statt der windigen Zeltkonstruktion wird der Zweisitzer aus Sant'Agata von zwei Hardtop-Elementen behütet, mit denen der Lamborghini auch bei einem Regenschauer für sportliche Ritte bereit scheint.
Die beiden Dachteile fügen sich mit ihrem geometrischen Design stimmig ins Gesamtpaket des Lamborghini Aventador LP 700-4 ein und lassen sich bei Nichtgebrauch mit wenigen Handgriffen im Vorderwagen verstauen. Dabei sind die beiden Dachteile aus hochfester Kohlefaser gefertigt und wiegen pro Stück gerade einmal sechs Kilogramm.
Um die beiden Dachteile aufnehmen zu können und so den Roadster zu einem Teilzeit-Coupé zu machen, wurde der Bereich hinter der Fahrgastzelle neu gestaltet. Zum einen sorgen die Bügel für die nötige Sicherheit bei einem Überschlag. Außerdem wird gewährleistet, dass das hinten liegende V12-Triebwerk mit der nötigen Kühlluft versorgt wird, um entsprechende Fahrleistungen zu garantieren. Die Heckscheibe selbst lässt sich elektrisch öffnen und schließen; je nachdem ob es bei den Insassen kraftvoll wehen und oder nur leise säuseln soll.
Die Motorisierung ist im Vergleich zum geschlossenen Lamborghini Aventador identisch. Der 6,5 Liter V12-Sauger leistet 700 PS und ermöglicht einen Spurt von 0 auf Tempo 100 in drei Sekunden oder eine Höchstgeschwindigkeit von 350 Stundenkilometern. Die Motorelektronik schaltet eine der beiden Zylinderbänke im Teillastbetrieb bei Geschwindigkeiten unter Tempo 135 ab, um den Verbrauch zu senken. Abgedeckt wird der potente Motor von einer Glasabdeckung, die an eine Wirbelsäule erinnert.
Von der im Sommer 2011 vorgestellten Coupéversion des Aventador wurden bisher 1300 Fahrzeuge verkauft. Der Preis für den offenen Bruder Lamborghini Aventador LP 700-4 Roadster liegt international bei 300.000 Euro zzgl. der entsprechenden Mehrwertsteuer.