Neuvorstellung:Mercedes C-Klasse - den Rivalen als Vorbild
Kostensenkung, neue Allianzen, jüngeres Image - die Stuttgarter haben arbeitsreiche Jahre vor sich. Einen ersten Schritt in diese Richtung machen sie mit dem aktuellen C-Modell. Das wird jetzt sparsamer und bekommt einen Allradantrieb für den Vierzylinder.
Daimler-Chef Dieter Zetsche konnte auf der Hauptversammlung des Unternehmens zwar wieder steigende Verkaufszahlen verkünden, doch es gibt viele Baustellen, an denen Mercedes derzeit werkelt. Eine davon ist die konsequente Verbrauchsreduzierung.
Auch die C-Klasse bekommt endlich ein zeitgemäßes Start-Stopp-System und erstmals einen Allradantrieb für die Vierzylindermodelle. Die Konkurrenten BMW und Audi hatten hier bereits vorgelegt.
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Mercedes C-Klasse - den Rivalen als Vorbild
Die sparsamste C-Klasse ist der C 220 CDI Blue Efficiency mit 125 kW/170 PS. Das maximale Drehmoment liegt bei 400 Newtonmetern, die Beschleunigung von 0 auf Tempo 100 ist in 8,4 Sekunden absolviert. Der Durchschnittsverbrauch liegt laut Werk bei 4,4 Liter auf 100 Kilometern.
Im Mittelfeld der Spritsparmodelle
Das sind 0,4 Liter weniger als bisher, doch die C-Klasse ist nicht ganz so sparsam wie BMWs Spardiesel 320d. Der schluckt bei 163 PS nur 4,1 Liter auf 100 Kilometern. Dafür muss sich der Audi A4 2.0 TDIe mit seinen 136 PS und durchschnittlich 4,6 Litern dem Spar-Benz knapp geschlagen geben.
Daimlers neue Vierzylinder-Benziner mit Direkteinspritzung waren bislang in der C-Klasse nur in Verbindung mit Automatik verfügbar, jetzt gibt es sie auch für die Handschalter. Der Basisbenziner C 180 CGI (115 kW/156 PS) verbraucht nun 6,7 Liter im Schnitt, der C 200 CGI (135 kW/184 PS) 6,8 Liter. Beide Aggregate bieten mehr Drehmoment als die alten Kompressor-Motoren, was auch den Fahrleistungen zugute kommt. So beschleunigt zum Beispiel der 180 CGI mit neun Sekunden eine halbe Sekunden schneller von 0 auf Tempo 100.
Ganz neue Töne schlägt Mercedes beim Allradantrieb an: War das 4-Matic-System bisher den großen Sechszylinder-Maschinen C 300, C 350 und C 350 CDI vorbehalten, krabbelt nun auch der Vierzylinder-Diesel C 250 CDI mit 150 kW/204 PS optional auf allen Vieren. Der Selbstzünder entwickelt ein Drehmoment von 500 Newtonmetern. Der Allradantrieb verfügt über das Traktionssystem 4ETS, das durch das gezielte Abbremsen einzelner Räder die Wirkung einer Differenzialsperre erzielt.
Hoffen auf den Audi-Effekt
Die Abrundung der Allrad-Palette nach unten dürfte der Tatsache geschuldet sein, dass bei Konkurrenten wie Audi die Allrad-Quote deutlich höher ist als bei Mercedes. Der Quattro-Antrieb ist schließlich ein prestigeträchtiges Pfund, dem die Ingolstädter nicht zuletzt ihr dynamisches Image verdanken - was Mercedes derzeit gut gebrauchen könnte.
Während die Konkurrenz allerdings ihre Allradautos in der Basisausstattung nur mit Handschaltung anbietet, wird bei Mercedes die 4-Matic wie gewohnt serienmäßig mit Siebengang-Automatik verkauft.
Die neuen Varianten der C-Klasse sind als Limousine oder T-Modell bereits bestellbar. Der C 180 CGI kostet 32.219 Euro, der C 200 CGI 34.242 Euro, der C 250 CDI 4-Matic 43.524 Euro und der Spar-Diesel C 220 CDI 36.384 Euro.
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