Windschott war nie mehr als ein Notbehelf
Denn mit dem üblichen Windschott waren die Stuttgarter vor allem bei den großen Cabriolets nie so richtig glücklich. Die angewinkelten Gitterkonstrukte, die mehr oder wenig fummelig hinter den vorderen Sitzen eingespannt wurden und dabei regelmäßig die Innenverkleidungen zerschrammten, machten aus dem Vier- ebenso regelmäßig einen Zweisitzer.
Zusammengepackt flogen sie meist im ohnehin schon spärlichen Kofferraum herum und lagen immer dann unter Gepäck vergraben, wenn man sie gerade brauchte. Andererseits waren sie gefragt: Rund 90 Prozent der Cabrio-Käufer ordern ein Windschott aus der Zubehörliste.
Das neue System besteht aus zwei Komponenten: Einer um sechs Zentimeter ausfahrbaren Windlamelle mit Netz im Dachrahmen und einem kleinen Gitter zwischen den Kopfstützen der Rücksitze. Wird hinten ein Sicherheitsgurt angelegt, fahren die Kopfstützen mit dem Gitter hoch. Ein Druck auf den Air-Cap-Knopf fährt die Lamelle samt Netz aus.
Im Stand und bei geschlossenem Dach lässt sich das Netz ebenfalls hochfahren und mit einem kräftigen Wasserstrahl von den eingesammelten Insekten reinigen. Mit rund 800 Euro extra schlägt Air Cap in der Aufpreisliste zu Buche - in etwa doppelt so viel wie derzeit ein herkömmliches Windschott.