Neuvorstellung:Nissan Micra - Fahrschule für Falschparker
Auf dem Genfer Autosalon präsentieren die Japener die vierte Generation ihres Weltautos. Das ist jetzt größer, besser motorisiert und bringt seinem Fahrer zudem noch Schritt für Schritt das korrekte Einparken bei.
Es gibt die schlichtweg bewunderungswürdigen Autos und die, an denen sich die Geister scheiden. Und dann sind da noch einige, die nicht groß auffallen, dafür aber praktisch, funktional und obendrein erschwinglich sind. Zu letzter Kategorie zählt Nissans kleiner Micra seit über einem Vierteljahrhundert.
Auf dem Genfer Autosalon zeigen die Japaner nun die vierte Auflage ihres
Erfolgsmodells. Nummer Vier soll ein modernes Weltauto sein, das sowohl im Großstadtalltag als auch auf Autobahnen oder bei Überlandfahrten - sei es in Deutschland, Thailand oder Mexiko - eine gute Figur macht.
Galerie
Nissan Micra - Fahrschule für Falschparker
Etwas länger und ein klein wenig niedriger als das Vorgängermodell präsentiert sich der Micra am Lac Leman.
Kugelaugen und ein grinsender Kühlergrill
Den Radstand haben die Japaner verlängert, so dass bei extrem kurzen Überhängen quasi ein Rad an jeder Autoecke sitzt. Das bringt Zusatzzentimeter im Innenraum. Auch die Fond-Passagiere können sich über etwas mehr Beinfreiheit freuen.
Bei einer klassischen, kompakt geformten Kleinwagen-Silhouette hat es Nissan Designer Makoto Yamane belassen. Zudem hat er dem Auto ein niedliches Gesicht mit großen Scheinwerferaugen und einem breitgrinsenden, zweigeteilten Kühlermäulchen verpasst.
Die "Schwibbogenform" der Seitenfenster hat der Neue als identitätsstiftendes Erbmerkmal vom Vorgänger übernommen. Ein gläsernes Panoramadach bringt etwas Luxus ins Kleinwagensegment. Ansonsten sorgt ein minimalistisches Armaturenbrett mit kompassförmigen Instrumenten für maximale Übersichtlichkeit.
Nissan will den Micra an mindestens vier Standorten außerhalb Japans bauen. Europäische Kunden haben zunächst die Wahl zwischen zwei Motoren. Basisantrieb ist ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner, der 59 KW/ 80 PS leistet und ein maximales Drehmoment von
108 Newtonmetern liefert. Den CO2-Ausstoß gibt Nissan mit 115 g/km an.
Mehr Kraft bei weniger Kraftstoffverbrauch
Flotter und zugleich umweltverträglicher wird der kleine Japaner mit dem aufgeladenen 1,2-Liter-Benziner mit Direkteinspritzung und Start-Stopp-Funktion. Der hat 72 kW/ 98 PS und bringt 142 Newtonmeter Drehmoment auf die Räder. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen reduzieren sich auf 95 g/km. Beide Motoren werden in Kombination mit manuell geschaltetem Fünf-Gang- oder stufenlosem CVT-Getriebe angeboten
Zum Neustart wurden die Fahreigenschaften laut Hersteller wesentlich verbessert. Die Fahrgastzelle hat der Autobauer verstärkt, ein raffiniertes Knautschzonen-System soll bei einem Aufprall Kräfte absorbieren und das Verformen der Kabine verhindern.
Ein paar Technik-Features erleichtern den Autofahreralltag. So bringt der Micra eine Einparkhilfe mit, die sich auf drei verschiedene Niveaus - Amateur, Normal und Expert genannt - einstellen lässt. ABS, ESP, Front- und Seiten-Airbags für Fahrer und Beifahrer, Gurte mit neuem Sicherheitsverschluss sowie ein Rollo fürs Glasdach gehören zumindest in Europa zur Micra-Serienausstattung. Ab November soll der Wagen hierzulande bei den Händlern stehen.
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