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Porsche 911 GT3 R Hybrid - Boxer mit Boost
Mit dem neuen System wird Porsche vielleicht auch in der Le-Mans-Serie die übermächtige Konkurrenz von Audi und Peugeot in der Prototypen-Klasse angreifen. Denn die Zuffenhausener wollen im Motorsport wieder Gas geben, und ab 2011 könnte das neue Reglement elektrische Zusatzantriebe erlauben.
Peugeot hatte schon 2008 den Prototypen eines Dieselhybrid-Rennwagens präsentiert und will die Teilzeitstromer-Technik im Sportcoupé RCZ auch auf die Straße bringen. Ferrari ist ebenfalls auf den Geschmack gekommen und soll für Genf eine Hybrid-Studie des 599 im Gepäck haben. In der Königsklasse Formel 1 wurde auch schon mit alternativen Antrieben experimentiert, bislang aber mit wenig Erfolg. In der diesjährigen Saison wollen die Teams auf KERS (Kinetic Energy Recovery System) wieder verzichten.
Porsche feiert mit seinem Sport-Hybrid übrigens ein ungewöhnliches Jubiläum: Vor 110 Jahren hat Firmengründer Ferdinand Porsche einen Hybrid-Antrieb konstruiert, und zwar für die Wiener Hofwagenfabrik Ludwig Lohner & Co. Der Lohner-Porsche "Semper Vivus" besaß zwei Verbrennungsmotoren sowie elektrische Radnabenmotoren. Der Wagen konnte in einer Batterie Energie zwischenspeichern.