FTD.de » Auto » Neuvorstellungen » Range Rover 2012 - Schlachtschiff für Stilbewusste
Merken   Drucken   11.09.2012, 14:00 Schriftgröße: AAA

Neuvorstellung: Range Rover 2012 - Schlachtschiff für Stilbewusste

Der neue Range Rover soll der Maßstab der Luxus-SUVs sein. Nicht mehr und nicht weniger. Kein Wunder, dass Land-Rover-Chef John Edwards ihn "das beste Luxus-Auto der Welt" nennt. Bei so viel Selbstbewusstsein, muss eine genaue Betrachtung her.

Land-Rover-Chef John Edwards ist ein rundum zufriedener Mann. Im ersten Halbjahr 2012 haben die Verkäufe seiner Marke um 46 Prozent zugelegt. Ein Renner ist der Evoque, der sich bislang mehr als 100.000 Mal verkaufen ließ. Das überraschte sogar die optimistischen Briten und führte dazu, dass erstmals in der Fabrik in Halewood im 24-Stunden-Dreischicht-Betrieb produziert wird.

Vom Erfolg des Kompakt-SUV animiert, wollen die Engländer nun in weitere Nischen vordringen. Bis 2020 soll der SUV-Verkauf nach Schätzungen der Briten auf knapp 22 Millionen Einheiten pro Jahr ansteigen - und Land Rover will da natürlich mitmachen. Statt bisher sieben Modelle sollen es bis 2020 etwa 40 sein. Diese Zahl entspricht auch dem angestrebten prozentualen Wachstum. Der Expansionskurs sieht auch ein Evoque-Cabrio vor. Den Anfang macht der neue Range Rover. Laut Edwards "das beste Luxus-Auto der Welt".

Galerie Range Rover 2012 - Schlachtschiff für Stilbewusste

Markige Worte. Doch hält der Protagonist auch das Versprechen? Immerhin hat er rund 420 Kilogramm im Vergleich zum Vorgänger abgespeckt. Dabei ist die Karosserie um 30 Prozent steifer geworden. Selbst im schweren Gelände, bei fast vollständiger Verschränkung lässt sich die Carbon-Heckklappe öffnen und schließen. Das Fahrverhalten auf dem Asphalt dürfte ebenfalls davon profitieren. "Der Range Rover ist ein Alleskönner", sagt Edwards stolz und verweist auf die Geländegängigkeit, die sogar die der Vorzeige-Kraxlerin Mercedes G-Klasse übertreffen soll. Die Wattiefe stieg um 20 auf 90 Zentimeter.

Das Design ist keine Revolution. Schließlich hat man es mit einer unverwechselbaren Silhouette zu tun. Der Range-Rover-Fahrer ist stil- und wertebewusst. Die Forderung lautete deswegen auch: "Verändert ihn nicht, macht ihn einfach besser." An die hielt sich dann aber nicht jeder im Entwicklungsteam: "Die Wahrheit ist, dass wir ihn komplett verändert haben", sagt Designer Andy Wheel.

Das wird nur im Detail sichtbar. Die leicht abfallende Dachlinie, die leicht aufsteigende Fensterlinie und die deutlich schrägere Windschutzscheibe machen aus dem Flaggschiff einen Maxi-Evoque. Der nicht nur leicht ist, sondern auch leichtfüßig aussieht. Das macht sich auch im cw-Wert von 0,34 bemerkbar. Nicht schlecht für ein fünf-Meter-Schlachtschiff.

Die Engländer überschlagen sich fast vor Stolz: Die an den Ecken leicht abgerundeten Rücklichter werden "Squircel" getauft. Ein Kunstwort aus Square (Quadrat) und Circle (Kreis). Ein interessantes Detail sind allerdings die Nebelscheinwerfer: LEDs strahlen Prismas an, die dann das Licht umleiten und auf die Straße fokussieren.

"Das ist First-Class-Feeling"

Im Innenraum fällt zunächst die feine Verarbeitung aus. Das Interieur ist aufgeräumt und hinter dem Lenkrad thront man angemessen, wie es sich in einem Range Rover gehört und blickt auf TFT-Instrumente. Der Bedienungsminimalismus gefällt. Bei einem 1,98 Meter breiten Auto ist auch die breite Mittelkonsole kein Problem. Bei den Rücksitzen ist es dann mit dem britischen Understatement vorbei: "Das ist First-Class-Feeling wie in einem Flugzeug", sagt Design-Chef Gerry McGovern.

Ganz so ist es nicht. Die Beinfreiheit ist um 11,8 Zentimeter gewachsen. Platz ist genug, aber nicht so überragend, dass das mit dem Reisen auf den teuersten Sitzen eines Airbus 380 zu vergleichen wäre. Lässig ist die zweigeteilte Heckklappe, die elektrisch aufschwingt. Der obere Teil ist aus Kohlefaserverbundstoff und auf dem unteren können zwei erwachsene Männer locker sitzen, dem Polospiel zu schauen und sich durch den Deckel vor Regen schützen lassen.

Intelligenter Allradantrieb

Der Fortschritt macht auch vor einem Range Rover nicht halt. Aber die uneingeschränkte Geländegängigkeit ist für die Briten weiterhin ein Muss. Deswegen bekommt der Luxusbolide auch die modernste Version des Terrain Response²-Systems, mit dem sich der Allradantrieb entweder automatisch an den Untergrund anpasst oder per Drehknopf gewählt werden kann. Für den nötigen Bodenkontakt und den Komfort sorgt ein Alu-Fahrwerk mit einer neuen Mehrfachlenkerachse. So gibt es Federwege von 260 vorne bis 310 Millimeter hinten und eine verbesserte Luftfederung.

Durch den Leichtbau kann jetzt auch der neue Drei-Liter-V6-Diesel in den Range Rover eingesetzt werden: Der Sprint von 0 auf 100 dauert 7,9 Sekunden. Bei Tempo 209 ist Schluss. Der Durchschnittsverbrauch beträgt 7,5 Liter auf 100 Kilometer. Der Rest der Motorskala sind alte Bekannte: der 4,4- Liter-V8-Diesel und der V8-Sauger-Benziner. Am oberen Ende der Motor-Kette steht der V8-Kompressor mit 510 PS.

Neu ist der Parallel-Dieselhybrid mit einer Systemleistung von 338 PS mit der ZF-Achtgangautomatik, dem Dreiliter-Selbstzünder und einem 35 kW/48 PS Elektromotor, der einen CO2-Ausstoß von 169 g/km realisieren soll. Der Verbrauch liegt bei rund 6,3 Litern. Der E-Range ist ab dem nächsten Jahr zu haben, wogegen die Modelle mit konventionellen Antrieben bereits bestellt werden können. Trotzdem muss sich die exklusive Kundschaft noch gedulden: Die Auslieferungen sollen erst Anfang 2013 erfolgen.

  • Pressinform, 11.09.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
Immobilien-Kompass
Immobilien-Kompass Deutschlands beste Wohnlagen

Preise, Mieten und Prognosen für Deutschlands Metropolen und Regionen mit detaillierten Übersichtskarten

Jetzt eigene Wohnlage prüfen

 
Anstatt FTD.de lese ich künftig ... Zum Ergebnis
Alle Umfragen
In eigener Sache
  • An Kiosks in der ganzen Republik hieß es am letzten Erscheinungstag der FTD: Zeitung vergriffen! Der Hype um die Schlussausgabe trieb merkwürdige Blüten. Der Verlag druckte 30.000 Exemplare nach. Wer keines abbekam - bestellen ist möglich. mehr

  •  
  • blättern
Zwischen Leben und Arbeiten
Work-Life-Balance

Die FTD hat zusammen mit dem GfK Verein die umfassendste bundesweite Studie zum Thema Work-Life-Balance veröffentlicht. Die Ergebnisse und mehr zum Thema finden Sie hier. Die Studie können Sie hier kaufen. mehr

Folgen Sie der FTD auf Twitter
Werden Sie Fan der FTD auf Facebook
  • Sie waren ein Herzstück der Zeitung und pointiert, scharf, teils brillant: Ihre Kolumnen, Leitartikel und Kommentare haben die FTD entscheidend geprägt. Zum letzten Mal: Unsere Kolumnisten sagen, was Sache ist. mehr

  •  
  • blättern
NEUVORSTELLUNGEN

mehr Neuvorstellungen

TRENDS

mehr Trends

BILDER

mehr Bilder

SERVICETOOLS

mehr Servicetools

© 1999 - 2013 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Impressum | Datenschutz | Nutzungsbasierte Online Werbung | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

Geldanlage | Altersvorsorge | Versicherung | Steuern | Arbeitsmarkt | Energiewende | Ökostrom | Auto | Quiz | IQ-Test | Allgemeinwissen | Solitär | Markensammler