Range Rover zeigt auf dem Pariser Autosalon erstmals sein neues Einstiegsmodell Evoque. Kleiner und leichter soll es für die britische Luxusmarke völlig neue Kundengruppen erschließen.
Bisher galten die Range-Rover-Modelle als gigantische Klettermonster für den härtesten Geländeeinsatz. Dazu besonders stilecht und mit der nötigen Noblesse, dass sich auch das britische Königshaus seit Jahr und Tag für sie erwärmen kann. Mit dem neuen Range Rover Evoque zeigen die Briten, wohin die Reise in den nächsten Jahren für die Marke gehen soll.
Nur gigantisch und stark im Gelände zieht heute nicht mehr. Mit dem Crossover-Einsteiger Evoque wird die Marke bewusst weicher gespült, zumindest nach unten hin. Das Design des 4,35 Meter langen Dreitürers zeigt sich betont sportlich - schließlich soll der als Front- und Allradversion erhältliche Range Rover Evoque in erster Linie auf der Straße glänzen.
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Range Rover Evoque - kompakter Kleiner
Ganz neu ist diese Überlegung nicht. Auch Jeep wollte vor Jahren neue Kunden locken und erschuf unterhalb der bekannten Gelände-Klassiker Wrangler, Grand Cherokee und Cherokee eine neue kleine Modellfamilie mit Jeep Patriot und Jeep Compass.
Doch der Schuss ging tüchtig nach hinten los. Patriot und Compass wurden nicht mehr als echte Jeep-Modelle, sondern als allzu weich gespülte Crossover im unübersichtlichen Asien-Mainstream angesehen. Bei Range Rover soll das anders laufen. Dafür sollen zum einen das besonders eigenständige Design, aber auch besonders leistungsstarke Motoren sorgen, die dem Anspruch an einen Range Rover gerecht werden.
Breites Spektrum bei den Motorisierungen
Bei den Motorisierungen bietet der Evoque ein breites Spektrum. Basisversion wird im TD4 ein 2,2 Liter großer Commonrail-Diesel mit 110 KW/150 PS sein, der auch als Sparversion mit Frontantrieb erhältlich sein wird. Er soll kaum mehr als vier Liter Diesel auf 100 Kilometern verbrauchen.
Deutlich interessanter dürften für die meisten Kunden die größeren Motorisierungen wie der Evoque SD4 mit 140 KW/190 PS oder der Topbenziner mit 177 KW/240 PS - beide aus dem Hause Ford - sein. Sie sind stilecht mit einem Allradantrieb ausgerüstet. Alle Motoren in der Modellpalette sind aufgeladene Vierzylinder. Nur bei den Dieselversionen mit Handschaltung wird es eine Start-Stopp-Automatik geben.
Im Innenraum zeigt sich der Evoque ebenso wie beim Außendesign deutlich moderner als die aktuellen Modelle von Range Rover/Land Rover. So ist der Evoque in den drei Ausstattungsvarianten Pure, Prestige und Dynamic zu bekommen. Marktstart für den neuen Range Rover Evoque wird im Sommer nächsten Jahres sein - in weltweit 160 Ländern. Produziert wird der kleine Range im britischen Werk Halewood. Hierfür wurden eigens 1000 neue Arbeiter eingestellt.
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