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Merken   Drucken   13.03.2010, 14:00 Schriftgröße: AAA

Fahrbericht: Alfa Romeo MiTo QV - der Rennzwerg

Der Mini Cooper S ist seit Jahren ein Riesenerfolg. Audi plant einen 200 PS starken A1. Und ab sofort nehmen auch die Italiener mit einer Sportversion am Rennen um die Gunst leistungshungriger Kleinwagenfahrer teil.
In einen Alfa MiTo sportlich unterwegs zu sein, das ist eigentlich kein Problem. Doch bei 155 PS war bislang Schluss, und so legen die Norditaliener mit einem 1,4 Liter großen Turbobenziner nach.
Alfa-Fans wünschen sich schon länger eine echte Sportversion mit hartem Sportfahrwerk, engen Lederstühlen und rund 200 PS unter der Haube. Doch zunächst gibt es erst einmal einen halben Schritt. Das vierblättrige Kleeblatt und der Namenszusatz QV (Quadrofoglio Verde) verleihen dem Flitzer immerhin 125 KW / 170 PS und ein maximales Drehmoment von 250 Nm.
Galerie Alfa Romeo MiTo QV - der Rennzwerg
Dank der Leistungsspritze rennt der Mito in 7,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 220 Stundenkilometern. Doch es bleibt weiterhin Luft nach oben.
Im Klassenvergleich recht sparsam Das noch junge Multiair-System des MiTo soll dafür sorgen, dass sich der Verbrauch trotz sportlicher Fahrleistungen in Grenzen hält. Doch selbst mit dem zeitgemäßen Start-Stopp-System und Schaltpunktanzeige sind die offiziell angegebenen sechs Liter mit dem MiTo QV allenfalls auf der Landstraße zu erreichen.
Wer die Gänge nicht ausdreht und seinen Gasfuß etwas im Zaum hält, darf sich immerehin über einen Verbrauch von rund sieben Litern Super pro 100 Kilometer freuen. Das ist in dieser Klasse ein ordentlicher Wert. Wer bisher mit der 155-PS-Version geliebäugelt hat, der ist beim 170-PS-Modell deutlich besser aufgehoben und bekommt obendrein noch einen fairen Verbrauch.
Mit seinen 170 PS ist der MiTo auch mit dem aufgedruckten Kleeblatt kein echter Sportler. Dafür ist das Fahrwerk trotz variabler Einstellmöglichkeiten zu komfortabel und die Ambitionen bei der Kurvenjagd zu klein. Gerade bei sportlicher Gangart stören die spürbaren Antriebskräfte in der Lenkung und der dürftige Seitenhalt der Sitze.
Serienmäßig hat der Kleeblatt-Italiener die mit dem 147er eingeführte elektronische Vorderachs-Differenzialsperre an Bord. Sie sorgt dafür, dass die 170 Turbo-PS nicht nutzlos in engen Kehren verpuffen.
Für ein Topmodell schwache Grundausstattung Die Optik des Topmodells unterscheidet sich außen wie innen kaum von den anderen MiTo-Versionen, die aktuell bei unter 13.000 Euro für das 78 PS starke Einstiegsmodell starten. Innen gibt es Platz für zwei Erwachsene vorn und zwei kleingewachsene Personen im Fond. Der Laderaum des 1,2 Tonnen leichten Fronttrieblers fasst 270 Liter, mit umgeklappter Rückbank sind es 950 Liter.
Für die dynamische Optik sorgen grau eingefasste Scheinwerfer, Spiegelkappen und ein Dachkantenspoiler. Sicherheit bieten sieben Airbags, ESP und aktive Kopfstützen vorn. Die Komfortausstattung ist mit manueller Klimaanlage, elektrischen Spiegeln und CD-Radio jedoch recht dünn. Trotz 20.950 Euro Grundpreis müssen Lenkradfernbedienung, Navigationssystem, Sitzheizung, Xenonlicht oder Sport-Ledersitze extra bezahlt werden.
  • Pressinform, 13.03.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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