Was die Franzosen Modutop nennen, wirkt auf den ersten Blick aufregend, auf den zweiten allerdings irgendwie nicht ganz zu Ende gedacht. Die genau über den Sitzflächen befindlichen vier Scheiben sind zwar getönt, lassen sich jedoch nicht verschließen, sodass bei ungünstigen Winkeln die Sonne ungehindert das Hirn brät.
Zu dem nur in der Topausstattung Exclusive erhältlichen Extra gehören aber nicht nur ein paar Extrascheiben, sondern ein ganzer Wust von unter dem Dach befindlichen Ablagefächern. Insgesamt fast 100 Liter Stauvolumen kommen hier zusammen. Hinzu kommen noch zwei unter der Fußmatte im Fond verstecke Geheimfächer.
Und das bei einem Fahrzeug, was sich mit seinem bereits serienmäßig vorhandenen Ladevolumen nun wahrlich nicht verstecken muss. Bis zu 3000 Liter passen in den 24.500 Euro teuren und 84 kW/114 PS starken Franzosen. Bei Vollbesetzung sieht das Ganze natürlich etwas anders aus, doch sind 675 Liter für fünf Personen immer noch völlig ausreichend.
Nur beim Siebensitzer wird es mit den verbleibenden 100 Litern äußerst eng mit den Gepäck- und in der letzten Reihe mit den Beinfreiheitswünschen. In der zweiten Sitzreihe ist zu jeder Zeit mehr als genug Platz, auch wenn der Fahrer Basketballerformat besitzt.
Von keinem der Insassen zu bemerken ist das neue Gesicht des Berlingo. Er verfügt nun auch über LED-Tagfahrlichter und in seiner Topausstattung über statisches Abbiegelicht. Für einen besseren cw-Wert und damit auch einen günstigeren Spritverbrauch sind die Außenspiegel und Radzierblenden im Design optimiert worden. Das Resultat sind 5,3 Liter Diesel nach 100 Kilometern beziehungsweise ein CO2-Ausstoß von 139 Gramm pro Kilometer.
Für das 240 Newtonmeter Drehmoment an der Vorderachse sorgt indes der 1,6 Liter große Commonrail-Diesel. Der mit einem manuellen Fünfganggetriebe ausgestattete Vierzylinder beschleunigt den 1624 Kilogramm schweren Berlingo in 13,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Seine Höchstgeschwindigkeit erreicht der 4,38 Meter lange, 2,12 Meter breite und 1,86 Meter hohe Familienwagen bei Tempo 176.
Angenehm fällt die mit 58 Zentimetern sehr niedrige Ladekante auf. Negativ und dazu auch noch als Extra angepriesen sind die Armlehnen für Fahrer und Beifahrer zu bewerten. Offenbar verfügen die Interieurdesigner oder die Crashtest-Dummies von Citroën über extrem kurze Unterarme, anders ist diese Fehlentwicklung nicht zu erklären. Insgesamt fühlt sich der Fahrer sowohl was seine Armauflagen als auch seine Beinfreiheit betrifft etwas eingeengt. Aber wenigstens stößt der Kopf nirgends an.