Von außen deuten nur der Schriftzug und die leicht bauchige Motorhaube auf die Teilelektrifizierung des Mercedes ML hin. Beim Starten des Motors gibt es das bekannte Hybridgeräusch - kaum mehr als ein sanftes Surren. Nur Multifunktionsbildschirm und Ladeanzeige zeigen, dass das Triebwerk läuft.
Da es sich bei dem ML 450 im Gegensatz zur hybriden S-Klasse um einen Vollhybriden handelt, kann der SUV auch rein elektrisch bis zu 2,5 Kilometer weit fahren.
Der erste Beschleunigungsversuch lässt die beiden Elektromodule in den Hintergrund treten - der 2,4 Tonnen schwere Koloss schnellt dank seines 3,5 Liter großen Sechszylinderbenziners nach vorn. Beim ersten Ampelstopp verstummt der Sechszylinder und springt beim Tritt aufs Gaspedal in Sekundenbruchteilen wieder an.
Im normalen Fahrbetrieb präsentiert sich die stufenlose Automatik mit ihren sieben elektronisch hinein projizierten Schaltstufen und zwei Betriebsmodi jedoch als überaus zäh und träge. Die ins Getriebe integrierten beiden Elektromotoren verrichten dafür nahezu lautlos ihre Arbeit. Der erste E-Motor leistet 67 Kilowatt und ist für den normalen Fahrbetrieb zuständig. Das zweite Elektrotriebwerk ist mit seinen 63 Kilowatt kaum weniger stark und für die Boost-Funktion zuständig.
340 PS bringen 210 Stundenkilometer Spitze
Wer bei einem Überholvorgang stark beschleunigt, hat die Kraft aller drei Aggregate, rund 250 kW / 340 PS und 517 Nm Drehmoment, im Rücken. Die Geschwindigkeit wird bei Tempo 210 abgeregelt.