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Merken   Drucken   27.05.2010, 14:00 Schriftgröße: AAA

Fahrbericht: Renault Megane CC - geschlossen offen fahren

Coupé oder Cabriolet - dieser Franzose bietet beides. Ein großes Panoramadach sorgt auch bei Regenwetter für Freiluft-Feeling. Schöne Aussichten für einen wechselhaften Sommer, die allein von ein paar störenden Details getrübt werden.
Das Herzstück des neuen Megane CC ist zweifelsfrei sein voll versenkbares Panorama-Glasdach. Bereits im geschlossenen Zustand vermittelt es den Eindruck, im Freien zu sitzen.
Diesem Glasdachkonzept rechnet Renault den großen Erfolg seines Cabrio-Coupés zu. Wurden vom Stoffdach-Cabrio des ersten Meganes insgesamt nur 65.000 Einheiten gebaut, so konnten von dem Glasdachnachfolger fast dreimal soviel Fahrzeuge verkaufen werden.
Galerie Renault Megane CC - geschlossen offen fahren
Klar, dass man an diesem Erfolgsrezept festhält. Im Vergleich zum Vorgängermodell wurde die Glasfläche um zehn Prozent vergrößert. Wie bisher öffnet und schließt es vollautomatisch in 21 Sekunden.
Unzeitgemäße Dachautomatik Wenig zeitgemäß erscheint dagegen, dass sich das Dach nur bei stehendem Fahrzeug, angezogener Handbremse, geschlossenem Kofferraumdeckel und ausgefahrenem Trennrollo bewegen lässt.
Bei geöffneter Fahrweise fallen störende Luftverwirbelungen kaum auf. Empfindliche Gemüter, denen der zentrale Windreflektor zwischen den Kopfstützen der Rücksitze nicht ausreicht, können ein abnehmbares Windschott hinter den Vordersitzen einsetzen.
Die Rücksitze sind, wie in dieser Fahrzeugklasse üblich, eher Schmucksitze. Am besten reist man im Megane Cabrio-Coupé ohnehin nur zu zweit. Für mehr ist auch im Gepäckraum kaum Platz. Ein Großteil des hinteren Stauraums wird von dem Klappdach beansprucht, so dass für das Gepäck nur 211 Liter übrig bleiben.
Nach wenigen Metern Fahrt fällt bereits auf: Der Megane CC ist ein waschechter Franzose. Das Fahrwerk ist auf Komfort ausgelegt. Dennoch hat das Fahrzeug insgesamt ein gutes Handling. Der Wendekreis bewegt sich mit 10,95 Metern im Bereich dessen, was man von Fahrzeugen dieser Größe gewohnt ist.
Die neu entwickelte Servolenkung arbeitet geschwindigkeitsabhängig. Im Stadtverkehr funktioniert sie leichtgängiger als bei höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn. Ein serienmäßiges Stabilitätsprogramm mit Untersteuerkontrolle und ein ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung unterstützen den Fahrer zusätzlich.
Vielseitige Motorenpalette Die Sitze sind mit Dreipunkt-Sicherheitsgurten mit Gurtstraffer, mit Gurtkraftbegrenzern und speziell konstruierten Kopfstützen ausgestattet, die das Risiko eines Schleudertraumas vermindern sollen. Frontairbags und Seitenairbags schützen die Insassen bei einem Aufprall. Die Seitenairbags verfügen über ein Doppelkammersystem mit doppeltem Druckaufbau für Kopf und Brust sowie den Beckenbereich.
Vom Start weg stehen sechs Motoren zur Wahl, alle erfüllen die Euro-5-Abgasnorm: Der 1.6 16V 110 Benziner mit 81 kW/110 PS verbraucht 7,6 Liter Superbenzin pro 100 Kilometer. Der 1,4-Liter-Turbo TCe 130 mit 96 kW/130 PS benötigt trotz der höheren Leistung etwas weniger (7,3 Liter Super). Der 1,9-Liter-Turbodiesel dCi 130 FAP mit 96 kW/130 PS und begnügt sich mit 5,8 Liter Dieselkraftstoff pro 100 Kilometer.
In der höheren Ausstattungsversion GT kann der Kunde noch zusätzlich zwischen dem Tce 180 mit zwei Litern Hubraum, 132 kW/180 PS mit einem Verbrauch von 8,1 Litern und dem Turbodiesel dCi 160 FAP mit 118 kW/160 PS aus zwei Litern Hubraum bei 6,7 Liter Diesel pro 100 Kilometer wählen.
Alle Motoren beschleunigen das Cabrio-Coupé ausreichend und es ist eher eine Frage der persönlichen Vorliebe, zu welcher Motorisierung man neigt. Das stufenlose CVT-Getriebe für schaltfaules Cruisen gibt es jedoch nur für den Zweiliter-Benziner mit 140 PS.
  • Pressinform, 27.05.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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