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30.11.2011, 14:00
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Fahrbericht:
Seat Mii - spanisches Up!-Date
Nach VW präsentiert nun Konzerntochter Seat ihre Interpretation des neuen Kleinstwagens. Unter der Hülle steckt viel Up!, drumherum viel spanisches Design.
Angeblich klingt der Name nur durch Zufall so ähnlich wie Nintendos hippe Spiele-Konsole Wii. Doch Seats Kleinwagen Mii zielt auf eine ähnliche Klientel - jung, erfolgreich und urban. Die spanische Volkswagentochter will sich mit dem gerade mal 3,56 Meter kurzen Stadtflitzerchen eine neue Kundschaft erschließen und historisch an ihren einstigen Kleinwagen Arosa anknüpfen.
Die 3,56 Meter Länge kommen dabei nicht von ungefähr: Der kleine Spanier basiert in weiten Teilen auf dem Up!, den der Wolfsburger Mutterkonzern gerade vorgestellt hat und der nur zwei Zentimeter kürzer ist. Die Konzerntöchter sind gerade dabei, ihre eigenen Derivate des Winzlings zu promoten. Seat macht mit dem Mii den Anfang, als nächstes folgt Skoda mit dem bereits angekündigten Citigo.
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Seat Mii - spanisches Up!-Date
In unterschiedlichen Blechkleidern stecken dabei jeweils die gleiche technische Basis und die gleichen Motoren. Das heißt: Unter der Fronthaube werkelt ein 3-Zylinder-Benziner mit 999 ccm Hubraum und wahlweise 44 kW/60 PS oder 55 kW/75 PS - mit 69 Kilogramm ein ausgesprochenes Leichtgewicht. Das maximale Drehmoment liegt in beiden Varianten ab 3000 U/min an und schafft 95 Nm.
Das bringt, fleißig hochgedreht, den dank Leichtbauweise nur 854 Kilogramm schweren Kleinen in der 60-PS-Variante binnen 14,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und auf eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern. Der 75-PS-Mii schafft den Spurt auf Tempo 100 in 13,2 Sekunden und eine Spitze von 171 Stundenkilometern. Im "Subkompakt-Segment", dem Seat den Mii zuordnet, sind das durchaus beachtliche Werte. Konkurrenten wie der Hyundai i10 oder der Chevrolet Spark sind - vergleichbar motorisiert - deutlich behäbiger unterwegs.
Wenig zu meckernVor allem in der Stadt lässt sich mit dem Mii erstaunlich agil durch den Verkehr wuseln - der Wendekreis ist mit 9,8 Metern erfreulich knapp. An der Ampel hält der Mii tapfer mit dem Verkehr mit. Seine gute Übersichtlichkeit sorgt zusammen mit den großen Rückspiegeln dafür, dass man in der Hektik keinen Motorroller übersieht und unterbügelt.
Was den Verbrauch angeht, nennt Seat für die 75-PS-Version einen Durchschnitt von 4,7 Litern, in der Ecomotive-Version von 4,3. Schon das wäre nicht gerade wenig. Real liegt der Verbrauch jedoch deutlich höher: Nach längerer Fahrt vor allem in der Stadt, aber auch einigen moderaten Autobahn-Etappen, verkündete der Bordcomputer einen Schnitt von 6,0 Litern. Schon der Up! fiel nicht gerade durch übermäßige Sparsamkeit auf.
Ansonsten gibt es wenig zu meckern über den kleinen Spanier. Platz ist zumindest auf den vorderen Plätzen zwar nicht üppig, aber doch für einen solchen Winzling ausreichend - nur beim Schalten kommt man sich gelegentlich näher. Selbst mit mehr als 1,85 Meter Körpergröße muss man sich als Fahrer nicht verschränken und sitzt auch auf längeren Strecken bequem.
Leider lässt sich das Lenkrad nur in der Neigung, nicht aber auch in der Tiefe verstellen. Was außerdem fehlt: ein Griff zum Festhalten über der Beifahrertür und auf der Fahrerseite ein Knopf, um das Fenster auf der Beifahrerseite zu bedienen. Auch hinten geht es noch durchaus erträglich zu. Da die Sitzhöhe dort um rund sieben Zentimeter höher liegt als bei den Frontsitzen, haben vor allem Kinder einen guten Blick über die Schultern von Fahrer und Beifahrer.
Mit seinem Kofferraumvolumen von 251 Litern steht der Mii deutlich besser da als seine Konkurrenten. Winzlinge wie der Citroën C1 etwa begnügen sich mit 139 Litern, der Chevrolet Spark hat gerade mal 170 Liter Stauraum. Als Option bietet Seat die Möglichkeit, die Rücksitzlehnen umzuklappen: 951 Liter Ladekapazität sind dann der Lohn - mehr liefert auch der VW Polo nicht.
Teil 2: Auch bergauf kein Problem
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Pressinform, 30.11.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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