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16.03.2010, 14:00
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Fahrbericht:
VW Touareg V6 TDI - aus Schrankwand wird Anrichte
Länger, breiter, komfortabler - und deutlich sparsamer. Die Wolfsburger haben ihren Edel-SUV komplett überarbeitet. Und der V6-Diesel zeigt: Es muss nicht immer gleich ein Hybrid sein.
Eine halbe Million Mal ist VWs SUV seit seiner Markteinführung vor knapp acht Jahren verkauft worden. Einem Facelift wurde der Wolfsburger zuletzt 2007 unterzogen - darum war nun eine komplette Überarbeitung fällig.
Der neue Touareg sieht auf den ersten, flüchtigen Blick zwar immer noch aus wie der alte - doch er ist nicht nur unterm Blech ein deutlich weiterentwickeltes Auto: größer, dabei etwas flacher, aber gleichzeitig auch leichter und sparsamer.
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VW Touareg V6 TDI - aus Schrankwand wird Anrichte
Zusammen mit der aerodynamisch optimierten Front wird aus der fahrbaren Schrankwand, als die das Ur-Modell aufgrund seines hohen CW-Werts oft verspottet wurde, eine Art fahrbare Anrichte. Der Neue stemmt sich mit einem CW-Wert von 0,35 gegen den Fahrtwind - das ist nicht gerade wenig, aber immerhin fast zehn Prozent niedriger als beim Vorgänger.
Ähnlich groß ist die Gewichtsersparnis des leer immer noch mindestens 2,1 Tonnen schweren SUVs: Gegenüber dem vergleichbaren Vorgängermodell knapsten die Techniker 208 Kilogramm ab - trotz deutlich besserer Verwindungssteifigkeit. Kombiniert mit ebenfalls optimierten Motoren, einer Achtgangautomatik und (beim V6-Diesel) einem serienmäßigen Start-Stopp-System reduziert das den Verbrauch um bis zu 25 Prozent.
Basismotorisierung des ab April verfügbaren neuen Touareg ist der TDI mit V6-Motor. Eine erste Ausfahrt zeigt schnell: Diese Weiterentwicklung des bisherigen Sechszylinders liefert als Kraftquelle alles, was der Touareg braucht.
176 kW/240 PS Leistung holt er locker aus seinen drei Litern Hubraum, dazu ein Drehmoment von 550 Nm und ein Sprintvermögen von 0 auf 100 Stundenkilometern in 7,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei Tempo 218.
Souveräner Antritt des Einstiegsdiesels
Beim Überholen zieht der Diesel-Touareg munter an, am Berg zeigt er keinerlei Schwächen, und selbst beim Schleichgang im Gelände kraxelt er mit unaufgeregter Zähigkeit über Schotterhügel und durch tiefe Schlaglöcher. Dazu läuft der Diesel leise, vibrationsarm und selbst im kalten Zustand praktisch ohne vernehmbares Nageln.
Zumindest nach DIN macht der V6 auch an der Tankstelle Freude: 7,4 Liter je 100 km haben die Techniker auf dem Prüfstand gemessen - satte 1,9 Liter weniger als beim gleich starken Vorgänger. Damit liegt der einst als klassischer Säufer verschriene Touareg zum Beispiel fast schon auf der gleichen Ebene wie eine vergleichbar motorisierte und deutlich windschlüpfrigere aktuelle Diesel-E-Klasse von Mercedes. Der allradgetriebene 350 CDI mit 231 PS steht mit sieben Litern Diesel in der Liste.
Der V8-Diesel, der beim neuen Touareg den bisherigen Zehnzylinder ersetzt, ist da eher die zweite Wahl: Mit 250 kW/340 PS ist er zwar auf dem Papier deutlich kräftiger als sein kleiner Bruder - aber nur wenige werden diese Kraft auch wirklich nutzen. 242 Stundenkilometer Spitze und ein Spurt auf Tempo 100 in 5,8 Sekunden werden mit einem offiziellen Durchschnittsverbrauch von 9,1 Liter Diesel auf 100 Kilometern bestraft - und mit einem Basispreis von 70.800 Euro, 20.100 Euro mehr, als der V6 kostet.
Teil 2: Ein Hybrid für das Gewissen und ein wenig auch die Umwelt
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Pressinform, 16.03.2010
© 2010 Financial Times Deutschland,
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