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05.10.2009, 14:00
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Praxistest:
Fiat Qubo vs. Peugeot Tepee
Sie sind schwer im Kommen: praktische Freizeitautos auf der Basis kleiner Lieferwagen. Mit aufgepeppter Optik und Fenstern rundum bieten sie bei kompakten Abmessungen viel Platz für Hobby und Familie.
Wer als Familienauto den Peugeot Partner Tepee HDi FAP 110 im Auge hat, muss mindestens 20.350 Euro dafür ausgeben. Beim Fiat Fiorino Qubo 1.3 JTD ist man bereits ab 14.590 Euro dabei. Die Frage ist: Lohnen der deutlich stärkere Motor und das größere Raumangebot des Peugeot den um 5760 Euro höheren Preis? Oder reicht der Italiener?
Auf den ersten Blick ähneln sich die zwei in Vielem. Beide kommen in einer ähnlich praktischen Kleinlasterkarosserie daher, die vor allem auf gute Raumausnutzung setzt. Wer es beim Design extravaganter mag, dem wird die leicht gestufte Front des Italieners gefallen, die ein wenig an den ersten Multipla erinnert. Der Peugeot ist trotz des breit umrahmten Kühlergrills deutlich konventioneller.
Bilderserie
Fiat Qubo vs. Peugeot Tepee
Beide haben große, weit aufschwingende Heckklappen und praktische Schiebetüren für die zweite Reihe. Die breite schwarze Schutzleiste an den Seiten signalisiert, dass sie den Alltag in der Stadt gut bestehen wollen und auch den ein oder anderen leichten Knuff auf dem Parkplatz wegstecken.
Verschenktes Platzpotenzial in der zweiten Reihe
Wer die Autos nebeneinanderstellt, merkt allerdings schon am Größenvergleich, dass man beim Tepee auch mehr Auto für den Mehrpreis bekommt. Der Franzose ist rund 40 Zentimeter länger, 13 Zentimeter breiter und acht Zentimeter höher als der Italiener. Wer Platz nimmt, spürt allerdings schnell: Das Mehr an Länge gibt der Peugeot kaum an seine Passagiere weiter - er bietet lieber einen deutlich größeren Kofferraum.
Auf den vorderen Plätzen haben in beiden Minivans auch groß gewachsene Passagiere kein Problem. Die Sitze lassen sich ausreichend weit nach hinten schieben, Schulter- und Ellenbogenfreiheit gibt es reichlich. Verschenkt wird vom Franzosen wie vom Italiener jedoch das Potenzial in der zweiten Reihe. Wenn die Vordersitze bis ganz zurück geschoben sind, wird der Knieraum im Fiat ebenso wie im Peugeot unnötig eng. Warum hat man keine verschiebbaren Sitze im Fond eingebaut? Platz nach hinten wäre genug. Und mit ein wenig Verzicht auf Laderaum würden sich auch vier große Erwachsene auf längeren Touren nicht eingeklemmt fühlen.
Üppiges Ladevolumen bei beiden
Kofferraum ist üppig vorhanden. Der Fiat bietet voll bestuhlt mindestens 329 Liter an, wer die Sitze der zweiten Reihe umklappt oder ausbaut kommt auf 2500 Liter. Noch großzügiger der Peugeot. Er hat selbst noch mit zwei Sitzreihen 505 Liter im Angebot. Wer auch hier die hinteren Sitze abmontiert, der schafft sogar 3000 Liter. Zum Vergleich: Ein VW Passat Variant bietet selbst mit Zweierbestuhlung maximal 1731 Liter an.
Mit wenig Mühe lassen sich beide Minivans bestücken. Eine Ladekante gibt es nicht, die riesigen Heckklappen schwenken weit nach oben - allerdings nicht ganz ohne Kraftaufwand. Der Ladeboden ist durchgehend eben, die Seitenwände glattflächig. Beim Peugeot stellte sich allerdings schnell heraus, dass der ausgelegte Filz ziemlich schmutzempfindlich ist. Die beiden Einzelsitze im Kofferraum, die den Peugeot zum Siebensitzer machen, sind im Alltag kaum zu gebrauchen: Halbwegs wohl fühlen sich darauf höchstens Kinder. Dafür stören sie aber im Kofferraum, wenn man sie nicht benötigt.
Teil 2: Warum die Fahrfreude außerorts bei beiden Autos abnimmt
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Pressinform, 05.10.2009
© 2009 Financial Times Deutschland,
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