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22.09.2010, 14:00
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Praxistest:
Ford Kuga 2.0 TDCi vs. Mazda CX-7 2.2 CD
Familien lieben Crossover: Vati träumt hinter dem Steuer von einem Hauch Rodeo, die Mitfahrer genießen das praktische Platzangebot. Das bieten Ford Kuga und Mazda CX-7 beide, langweilig ist keiner. FTD.de bittet zum Duell.
Der Mazda CX-7 ist neben dem gerade abgelösten BMW X3 der sportlichste SUV in der Mittelklasse. Weder optisch noch technisch ein Langweiler, dazu individuell geschnitten und gut motorisiert - kein Wunder, dass der 4,70 Meter lange CX-7 längst eine feste Größe im Modellprogramm der Zoom-Zoom-Japaner geworden ist. Nachdem der kleine Bruder des großen Mazda CX-9 lange Zeit nur als 260 PS starker Power-Benziner zu bekommen war und sich so um verdiente Verkaufszahlen in Europa brachte, hat sich mit dem nachgezogenen Dieselmodell das Blatt gewendet.
Schade, dass Mazda nur den halben Schritt gemacht hat. So ist der 173 PS starke Selbstzünder nach wie vor nur mit Handschaltung zu bekommen. Das kostet zahlreiche Interessenten, die ein automatisiertes Getriebe favorisieren. Den Spurt schafft der CX-7 in zu schwachen elf Sekunden.
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Ford Kuga 2.0 TDCi vs. Mazda CX-7 2.2 CD
Einen ähnlichen Lapsus erlaubt sich Ford beim 4,45 Meter langen Kuga nicht. Der Kuga kam spät - viel zu spät, als die meisten Konkurrenten längst erfolgreich familienfreundliche SUVs in der Mittelklasse positioniert hatten. Mit dem Kuga kam aus dem Hause Ford ein Crossover mit fahrdynamischen Qualitäten. Doch trotz ordentlichem Preis hinkt der gute Kuga nicht nur in Deutschland abgeschlagen dem Platzhirschen VW Tiguan hinterher.
Auch bei ihm hat der Kunde die Möglichkeit, sich für einen PS-starken Benziner zu erwärmen. Doch das dieselgeneigte Europa-Klientel hat den 2.0 TDCi mit 120 KW/163 PS mittlerweile zum Lieblingsprodukt auserkoren. Der Motor passt vorbildlich in den Kuga, insbesondere in Verbindung mit dem optionalen Doppelkupplungsgetriebe, das man beim Mazda schmerzlich vermisst. Der Ford schafft den Imagespurt auf Tempo 100 in zehn Sekunden.
Reicht für ordentlichen DurchzugBeide Konkurrenten werden im Normalbetrieb vorrangig über die Vorderachse angetrieben. Die Leistung wird nur dann effektvoll nach hinten transferiert, wenn vorne die nötige Haftung fehlt. In Sachen Motorleistung liegen die beiden Konkurrenten nahezu gleichauf. Der Mazda CX-7 2.2 CD leistet 127 KW/173 PS und 400 Nm maximales Drehmoment. Der Ford Kuga muss mit 120 KW/163 PS und 340 Nm Drehmoment bei 2000 U/min auskommen. So oder so reicht das für solides Vorankommen und ordentlichen Durchzug.
Im Gesamtpaket macht der Vierzylinder-Diesel des CX-7 den besseren, weil kräftigeren Eindruck. Er läuft etwas rauer als der Motor des Kuga, zieht jedoch bereits von unten heraus besser durch. Der Kuga ärgert seinen Piloten mit einem allzu spürbaren Turboloch. Bevor die Zwangsbeatmung des Vierzylinder-Commonraildiesels greift, passiert nicht viel. Erst bei knapp 2000 Touren geht nennenswert die Kölner Post ab.
Beim Durchschnittsverbrauch sind die Unterschiede kaum spürbar. Der Kuga benötigt mit 8,8 Litern Diesel auf 100 Kilometern exakt zwei Liter mehr als von Ford versprochen. Derweil begnügt sich der Mazda CX-7 in der Realität mit 8,5 Litern und liegt damit deutlich näher am avisierten Normdurst von 7,5 Litern Diesel pro 100 Kilometern. Beide Fahrzeuge bieten weder eine Start-Stopp-Automatik noch entkoppelbare Nebenaggregate oder ein regeneratives Bremssystem. Der Mazda ist mit einem Adblue-System zur Harnstoff-Einspritzung ausgestattet, das die Schadstoffklasse Euro 5 ermöglicht.
Bei der Höchstgeschwindigkeit hat der knapp 1,8 Tonnen schwere Mazda knapp die Nase vorn. Er knackt mit 201 Stundenkilometern knapp die 200er-Marke, während der Ford bei Tempo 195 die Arbeit einstellt. In Sachen Fahrverhalten liegen Ford und Mazda auf gleicher Höhe. Der Ford geht bei flotter Gangart souveräner mit dem hohen Fahrzeugschwerpunkt um und lässt weniger Wankbewegungen zu. Darüber hinaus lenkt der Kuga präziser ein als der CX-7. Beide Konkurrenten sind keine Spielverderber und bereiten trotz familiärer Qualitäten nennenswerten Fahrspaß. Einen gehörigen Anteil daran hat hüben wie drüben die straff sportliche Fahrwerksabstimmung.
Seite 2: And the winner is ...
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Pressinform, 22.09.2010
© 2010 Financial Times Deutschland,
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