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04.06.2010, 14:00
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Praxistest:
Mercedes E 220 CDI T - schwächlicher Lastesel
Bruderkampf bei den Stuttgartern: Der klassiche Nobellaster leidet unter dem Erfolg der hauseigenen Edel-SUV. Dabei hat der Kombi-Benz reichlich Qualitäten, kann in der Vierzylinder-Version mit 170 PS jedoch nicht vollends überzeugen.
Optisch ist das aktuelle T-Modell ein typischer Mercedes-Kombi. Nichts regt einen auf, kaum etwas sticht sonderlich ins Auge. Unauffällig wie ein VW Golf IV fügt sich der Mercedes-Kombi seit der Vorstellung seiner ersten Generation im Jahre 1977 in den Straßenverkehr ein.
Das macht er mit einigem Erfolg: Nicht wenige Kunden, die sich eigentlich eine Mercedes S-Klasse kaufen würden, jedoch mehr Laderaum benötigten, landeten bislang oft beim fast so edlen, doch wesentlich prakterischen Kombi.
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Mercedes E 220 CDI T - schwächlicher Lastesel
Doch seitdem auch bei den Schwaben die Garde der Edel-SUV Einzug gehalten hat, tun
sich die Mercedes-Laster bei den finanzstarken Kunden schwerer.
Opfer der breiteren Modellpalette
Schließlich sind Modelle wie R-, GL- und besonders die ML-Klasse deutlich schicker und individueller als ein gewöhnliches T-Modell. Die Crossover-Fraktion greift insbesondere die Kunden ab, die beim Kombi eine teure, entsprechend hoch motorisierte Version mit Sechs- oder Achtzylinder kaufen würden.
Eine Ausnahme stellt der 170 PS starke Mercedes E 220 CDI T dar. Gemessen an den Verkaufszahlen erfreut sich die Version mit dem 2,2 Liter großen Vierzylinderdiesel mit Commonrail-Aufladung unter der Haube in den letzten Jahren steigender Beliebtheit.
Mit dem manuellen Sechsganggetriebe beschleunigt der 4,90 Meter lange Kombi trotz überschaubarer Leistung passabel. Bereits ab 1400 Umdrehungen pro Minute steht das maximale Drehmoment von 400 Nm zur Verfügung. Das Motorengeräusch ist jedoch sehr präsent.
Fahrleistungen knapp befriedigend
Die Fahrleistungen liefern jedoch nicht mehr als solides Mittelmaß. Von 0 auf Tempo 100 beschleunigt der Wagen in wenig beeindruckenden 8,8 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit von 218 Stundenkilometern erreicht der 1,9 Tonnen schwere Hecktriebler nur mit Mühe und entsprechendem Anlauf.
Ärgerlich: Im Praxistest konnte der Kombi die Verbrauchsangabe des Herstellers nicht annähernd erreichen. Statt der in Aussicht gestellten 5,8 Liter Diesel auf 100 Kilometern verbrauchte der Wagen knapp über acht Liter. Dafür ist auch ein sparsamer Sechszylinder mit rund drei Litern Hubraum zu bewegen.
Teil 2: Die Stärken des E-Klasse-Kombis
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Pressinform, 04.06.2010
© 2010 Financial Times Deutschland,
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