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Merken   Drucken   04.10.2009, 14:00 Schriftgröße: AAA

Praxistest: Suzuki SX4 2.0 DDiS - kleiner City-Kraxler

Suzuki hat allen Grund zur Freude: Nicht zuletzt dank Abwrackprämie stieg der Marktanteil des Kleinwagenbauers in Deutschland im Jahr 2008 von 1,2 auf 1,7 Prozent. Um den erfolgreichen kleinen SUV SX4 noch beliebter zu machen, wurde er zur Überholung geschickt.
Von außen ist das Facelift kaum als solches zu bezeichnen –- ein paar Retuschen, ein neues Stoßstangendesign und neue Räder, das war es schon. Erfreulich: Alle SX4-Modelle haben jetzt auch an den Hinterrädern Scheibenbremsen. Im Interieur sieht man dem Wagen das Facelift schon eher an. Neue, blau beleuchtete Instrumente, neue Schalter, beleuchtete Fernbedienungstasten am Lenkrad und ein paar Chromapplikationen werten das Cockpit auf.
Das Platzangebot des Wagens ist nach wie vor ordentlich, Erwachsene können sich auch im Fond über genügend Kopf- und Kniefreiheit freuen. Der Kofferraum fällt bei aufgestellten Sitzen mit 270 Litern etwas knapp aus, mit umgeklappten Sitzen steigt das Fassungsvermögen auf 1045 Liter. Unter dem Gepäckraumboden warten keine weiteren Fächer, sondern nur das Reserverad.
Bilderserie Suzuki SX4 2.0 DDiS - kleiner City-Kraxler
Der SX4 wird mit zwei Motoren angeboten, einem 1,6-Liter-Benziner mit 88 kW/120 PS und einem Zweiliter-Diesel mit 99 kW/135 PS. Beide Aggregate wurden gründlich überarbeitet. Der alte 120-PS-Diesel reagierte auf Leistungsanforderung wie ein Kommunalbeamter kurz vor Feierabend: ziemlich zögerlich. Der Treckersound und eine nicht gerade berauschende Kraftentfaltung zehrten an den Nerven.
Der neue Motor läuft deutlich kultivierter, wird nie unangenehm laut und zeigt sich zudem deutlich elastischer. Das maximale Drehmoment wuchs von 280 auf 320 Newtonmeter und liegt nun schon bei 1500 Touren an.
Gut geeignet für schaltfaule Fahrer
Das Ergebnis ist ein spritziger Diesel-SUV, mit 1,4 Tonnen Leergewicht hat der Motor auch nicht viel Auto zu bewegen. Ein neu abgestuftes Sechsganggetriebe erleichtert schaltfaules Fahren und überzeugt mit einer präzisen Gangführung. Den Durchschnittsverbrauch des 2.0 DDiS gibt Suzuki mit 4,9 Litern pro 100 Kilometer an.
Der SX4 fährt sich flott und agil, die Federung ist komfortabel und die Lenkung für einen SUV schön direkt. Bei der Allradversion wechselt man mit einem Kippschalter an der Mittelkonsole zwischen Frontantriebs- und Allradmodus. Wenn das System Schlupf registriert, wird auch die Hinterachse mit Kraft versorgt. In der Position „Lock“ sind beide Achsen in der festen Antriebsverteilung 50:50 gekoppelt.
Für Wald- und Feldwege ist der SX4 damit gut gerüstet, allerdings sollte man auf sein Tempo achten: Für Abenteuer abseits befestigter Straßen ist die Federung ziemlich hart und schüttelt die Insassen durch. Verbesserungswürdig ist auch der Seitenhalt der weichen Sitze mit ihrer kurzen Beinauflage.
Der Suzuki SX4 ist mit 1,6-Liter-Benziner und Frontantrieb ab 15.900 Euro zu haben. Den Diesel gibt es ab 18.600 Euro, für die Allradversion sind 20.100 (Club-Ausstattung) bis 21.400 Euro (Comfort-Ausstattung) zu berappen. Zur Serienausstattung zählen unter anderem Klimaanlage, elektrische Fensterheber vorn, CD-Radio, ESP und elektrisch verstellbare Außenspiegel. Beim Modell Comfort kommen Klimaautomatik, Tempomat, Nebelscheinwerfer und Lederlenkrad hinzu.
  • Pressinform, 04.10.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
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