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01.02.2010, 14:00
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Praxistest:
VW Polo 1.4 DSG Highline - solides Vernunftauto
Dieser Kleinwagen hat hohe Ambitionenen: Mustergültige Verarbeitung und hoher Fahrkomfort machen den Wolfsburger zum Referenzmodell seiner Fahrzeugklasse. Doch der Neue kann nicht in jedem Detail überzeugen.
Beim Polo hat VW nichts dem Zufall überlassen. Der mit einer Leistung von 60 bis 105 PS angebotene Kleinwagen ist bis ins Detail durchdacht und wirkt wie ein Prototyp des soliden Vernunftautos.
Der mittelstarke Benziner leistet 63 kW/85 PS. Der 1,4 Liter große Vierzylinder entwickelt ein maximales Drehmoment von 132 Newtonmetern ab 3800 Umdrehungen. Damit ist er spürbar schwächer auf der Brust als der aufgeladene 1,2-Liter-TSI-Motor, doch für knapp 1,1 Tonnen Auto bietet er immer noch genügend Antriebskraft.
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VW Polo 1.4 DSG Highline - solides Vernunftauto
Der Spurt von 0 auf 100 Stundenkilometer ist in knapp 12 Sekunden erledigt, die Höchstgeschwindigkeit von Tempo 177 erreicht der Wagen ziemlich mühelos. Für Überholmanöver muss man freilich kräftig auf dem Gas stehen, wobei man die gute Geräuschdämmung des Polo zu schätzen lernt.
Etwas träger Antritt
VW verspricht für den 1,4-Liter-Benziner mit Doppelkupplungsgetriebe (DSG) einen Durchschnittsverbrauch von 5,8 Litern pro 100 Kilometer. Der Testwagen genehmigte sich im Schnitt ein bis zwei Liter mehr. Mit dem Siebengang-DSG harmoniert das 85-PS-Aggregat gut, auch wenn beim Anfahren das Drehmoment behutsam auf die Kupplung losgelassen wird und der Antritt aus dem Stand dadurch etwas träge wirkt. Die Schaltübergänge des automatischen DSG-Getriebes sind weich und auch im Stadtverkehr meistens ruckfrei.
Einparken leicht gemachtDa die Leistung des Motors zwar ordentlich, aber nicht übermäßig ist, lädt der Polo 1.4 zum gemütlichen Reisen ein. Auf der Autobahn zehrt die Getriebesteuerung manchmal an den Nerven, vor allem wenn man mit Tempomat fährt: Stellt man rund 120 Stundenkilometer ein und es gibt dann eine leichte Steigung, schaltet das DSG im Sekundentakt zwischen den Gängen hin und her, um neue Kraft zu schöpfen. Das ständige Wechselspiel lässt sich beenden, wenn man in den manuellen Modus schaltet und nur dann vom siebten Gang abwärts schaltet, wenn die Drehzahl zu weit absinkt.
Rundum überzeugendes Fahrverhalten
Beim Fahrverhalten kann der kleine Wolfsburger rundum überzeugen. Der Federungskomfort ist ausgewogen, der Wagen liegt straff in der Kurve und ist dennoch nicht zu hart abgestimmt. Ein großer Vorteil des Polo im Vergleich zu vielen Konkurrenten ist seine konservativ gezeichnete, fast schon eckige Karosserie mit großen Fensterflächen. Das Auto lässt sich deutlich leichter einparken als ein Opel Corsa oder Ford Fiesta.
Der Kofferraum ist mit 280 Litern im Klassendruchschnitt nicht üppig. Allerdings lässt sich das Gepäckabteil des Polo durch die breite und relativ niedrige Ladekante gut beladen. Praktisch ist der doppelte Gepäckraumboden: Die Abdeckung wird zum Beladen des Unterflur-Fachs mit einem Handgriff nach oben gezogen und wird automatisch an zwei Kunststoffnasen der Kofferraumumrandung gehalten. Bei den Ablagen gibt es das Kleinwagen-Standardprogramm mit kleinen Staufächern und Becherhaltern, in der Highline-Ausstattung zudem ein Staufach in der Mittelarmlehne und Schubladen unter den Vordersitzen. Das Platzangebot ist auf allen Sitzen vorbildlich, vier Erwachsene kommen im Polo auch auf langen Strecken nicht zu kurz.
Teil 2: Navigationssystem mit Schwächen
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Pressinform, 01.02.2010
© 2010 Financial Times Deutschland,
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