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18.11.2009, 14:00
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7er BMW vs. Mercedes S-Klasse - das Duell der Hybride
In München und Stuttgart hat man sich viel Zeit gelassen, auf den Trend zum Hybridantrieb aufzuspringen. Jetzt ziehen BMW und Mercedes mit Blick auf den US-Markt nach - und verfolgen jeweils eine ganz eigene Philosophie.
Die Zeit der sanften Träume ist vorbei. Die Amerikaner wollen sich anders als die Europäer einfach nicht für Dieselfahrzeuge begeistern - schon gar nicht in der Luxusklasse. Hybridfahrzeuge, hierzulande Exoten, sind in den USA dagegen längst etabliert.
Darum haben Mercedes und BMW ihre beiden Aushängeschilder mit Hybridtechnik fit für den US-Markt gemacht. Anders als bei den SUV X6 und ML kauften sich BMW und Mercedes nicht in laufende Entwicklungen ein, sondern entwickelten die Hybridmodule zusammen mit Continental selbst.
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7er BMW vs. Mercedes S-Klasse - das Duell der Hybride
Während aber der BMW Active Hybrid 7 auf Dynamik und Sportlichkeit setzt, will der Mercedes S 400 Hybrid vor allem sparsam sein. Der anvisierte Gegner heißt Lexus. Doch auch die Hybridversionen des Porsche Panamera und des neuen Audi A8 stehen bereits auf den Startblöcken.
BMWs Hybrid ist kein Sparmobil
Sowohl S-Klasse als auch 7er verfügen über einen Benzinmotor, der von einem Hybridmodul mit Lithium-Ionen-Akku, 120-Volt-Bordnetz und 15 kW / 20 PS Leistung unterstützt wird. Der BMW Active Hybrid 7 bedient mit seinem 4,4 Liter großen, doppelt aufgeladenen Achtzylinder in erster Linie die Freunde sportlicher Fahrweise: Der aus dem 750i bekannte Turbo leistet dank des in der neuen Achtgang-Automatik integrierten Elektromoduls insgesamt 342 KW / 465 PS und ein Drehmoment von satten 700 Nm.
Die Beschleunigung von 0 auf Tempo 100 in unter fünf Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit von (abgeregelten) 250 Stundenkilometern lassen die Illusion schnell verpuffen, dass dieser Hybrid ein Sparmobil ist. Dennoch: Trotz aller Dynamik soll sich der über zwei Tonnen schwere Wagen laut Werk mit 9,4 Litern Super auf 100 Kilometern begnügen.
Einen ganz anderen Charakter hat die S-Klasse. Der Schwaben-Hybrid wird von einem 3,5 Liter großen Benzintriebwerk mit 205 kW / 279 PS angetrieben. Keine Direkteinspritzung, kein Turbo, dafür Laufruhe pur. Unterstützt wird der Sechszylinder von einem Elektromodul, das platzsparend zwischen Motor und Siebengang-Automatik untergebracht wurde.
Der Benz lässt es ruhiger angehen
Der kleine E-Motor leistet 15 kW / 20 PS und liefert ein maximales Zusatzdrehmoment von 160 Nm. So steigt die Gesamtleistung des Benz auf 299 PS und 385 Nm. Der scheibenförmige Elektromotor unterstützt den Benzinmotor beim Anfahren, bei langsamer Fahrt und als Booster beim Beschleunigen. Zudem ersetzt er Anlasser und Lichtmaschine.
Das Plus an Fahrdynamik ist dabei im Vergleich zum 7er BMW weit weniger spektakulär. Dafür ist der Benz genügsamer. Trotz verbesserter Fahrleistungen im Vergleich zum bekannten S 350 sank der Durchschnittsverbrauch von 10,1 Litern auf 7,9 Liter Super auf 100 Kilometer.
Die asiatischen Luxuslimousinen mit Hybridtechnik bieten ebenfalls dynamische Fahrleistungen und günstigen Verbrauch, doch ihre Nickel-Metallhybrid-Akkus sind schwer und kosten viel Kofferraumvolumen. Hier gibt es bei der S-Klasse keine Einschränkungen.
Anders sieht es beim BMW-Hybriden aus. Der an sich üppig dimensionierte Laderaum wird von einem mit Teppich verkleideten Quader in Bierkastengröße verkleinert. Das sieht trotz des imageträchtigen Aufdrucks ("Active Hybrid Power Unit") seltsam aus und verringert das Ladevolumen auf zerklüftete 460 Liter. In dem Quader ist der rund 27 Kilogramm schwere Lithium-Ionen-Akkupack mit einer Betriebsspannung von 120 Volt untergebracht.
In der überfüllten Innenstadt oder im Stau sparen S 400 und 7er besonders - bis zu 30 Prozent. Doch auch bei der Autobahnfahrt werde der Verbrennungsmotor entlastet, heißt es von Mercedes, das spare durchschnittlich rund einen Liter auf 100 Kilometern.
Teil 2: Ähnliches Konzept, unterschiedlicher Charakter
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Pressinform, 18.11.2009
© 2009 Financial Times Deutschland,
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