"Der Wagen meiner Mutter war schon rostig, als ich mit 18 anfing, ihn zu nutzen. Und dann diese Nacht in Heidelberg: Wasserrohrbruch unter einer Brücke, alles geflutet. Wir schlitterten hinein. Mein Kumpel machte die Tür auf, und alles war zu spät. Der Golf ist nie wieder ganz trocken geworden, fortan hatte ich immer beschlagene Scheiben. Als der Boden durchgerostet war, verkaufte ich den Wagen."
"Den kaufte ich einem Amerikaner aus Heidelberg ab, da hatte der Wagen schon 230.000 Kilometer auf dem Tacho. Als Student mit so einem Auto! Dumm nur: Ständig entlud sich die Batterie, ich parkte immer am Hang, um im Rollen zu starten. Eigentlich brauchte ich den Wagen nur, um am Wochenende 30 Kilometer zu meiner Freundin zu fahren. Als der Katalysator Pflicht wurde, musste ich ihn loswerden."
"Die Wahl meiner Frau. Erst fand ich sie blöd. Ständig sprang mich der Getränkehalter an. Doch bald merkte ich: Davon abgesehen ist alles intuitiv und blind bedienbar. Genial! Weil ich 1&1 verlassen hatte und meinen schnellen Dienst-BMW abgeben musste, bestand ich auf der 200-PS-Version. Die volle Leistung muss man allerdings per Knopf zuschalten, was ich oft vergaß. Sehr heikel beim Überholen ..."
"Mit diesem Cabrio zu fahren war schön. Bloß: Ich zählte 83 Werkstatttage. Immer die Elektronik, immer nachdem das Auto im Regen gestanden hatte. Die Mechaniker waren ratlos. Bis sich einer in den Kofferraum schließen ließ und die Kollegen Wasser draufspritzten. Beim Öffnen wurde er klitschnass; das Wasser zerlegte die im Kofferraum montierte Elektronikkonsole. Daraufhin tauschte ich den SL gegen ein kleineres 3er-BMW-Cabrio."
Als Mitgründer und Chef von Internetprovidern wie Schlund&Partner und 1&1 Puretec verhalf er Millionen von deutschen Privatleuten und Unternehmen zur ersten Webpräsenz. 2002 stieg der studierte Informatiker aus dem Mutterkonzern United Internet aus und schob eine zweite Innovation an: Er programmierte OGame, eines der ersten Browserspiele und Grundstein von Rösners Unternehmen Gameforge. Die Karlsruher Firma ist neben Bigpoint aus Hamburg der größte deutsche Anbieter von Onlinespielen: 600 Mitarbeiter werden in diesem Jahr annähernd 200 Mio. Euro Umsatz erwirtschaften. Nur ein Autospiel hat Gameforge noch nie im Programm gehabt. Rösner, verheiratet, zwei Kinder, fährt meistens mit dem Fahrrad zur Arbeit.