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Merken   Drucken   11.11.2009, 14:00 Schriftgröße: AAA

Technik: Mazdas neue Motoren

Die Japaner haben ihre Modellpalette in den vergangenen Jahren mächtig auf Vordermann gebracht. Jetzt kommen die Motoren an die Reihe. Der Plan: Aufschließen zu den Vorreitern Volkswagen, Fiat und BMW.
Der Fokus der Mazda-Entwickler liegt auf neuen Benzintriebwerken der Generation Sky-G. Ein Vorbote ist der vor kurzem eingeführte Mazda 3 i-stop mit Start-Stopp-System.
Die im Frühjahr 2011 auf den Markt kommenden Benzintriebwerke werden sämtlich über eine Start-Stopp-Automatik für geringere Verbräuche im Stadtverkehr verfügen. Im Gegensatz zur Konkurrenz bleibt eine Turboaufladung bis auf weiteres jedoch den Dieselversionen vorbehalten.
Technik Bilderserie: Mazdas neue Motoren
Das neue Kerntriebwerk bei den Benzinern ist ein Vierzylinder mit zwei Litern Hubraum und Direkteinspritzung. Im Vergleich zum aktuellen Zweilitertriebwerk, das unter anderem im Mazda 3, 5 und 6 verwandt wird, sollen die neuen Motoren eine Kraftstoffersparnis von mindestens 15 Prozent erzielen. Damit läge der Benziner ungefähr auf dem Verbrauchsniveau des nahezu gleich starken Dieseltriebwerks 2.2 CD, das je nach Modell zwischen 173 und 185 PS bereitstellt.
Mazda mit eigener Strategie Leistung und Drehmoment der neuen Benziner sollen trotz Minderverbrauch steigen, und zwar um 15 Prozent. Somit würde ein Zweiliter-Benziner der neuen Sky-Generation rund 175 PS leisten. Nicht nur die Motoren selbst sollen den geringeren Durst ermöglichen, sondern auch neu entwickelte Schaltgetriebe und Sechsstufen-Automaten.
Mazda verfolgt mit seinen Motoren einen eigenen Weg. Während nahezu die gesamte Vierzylinderkonkurrenz den Konzernen Volkswagen und Fiat nacheilt und auf kleinere Triebwerke mit einfacher oder doppelter Turboaufladung setzt, bleibt diese bei Mazda bis auf weiteres außen vor. Das überrascht umso mehr, als dass die sportlich orientierten Japaner beim Mazda 3 MPS seit Jahren eine kraftvolle Turboaufladung kombiniert mit Direkteinspritzung anbieten.
Statt der zeitgemäßen Zwangsbeatmung sollen innermotorische Maßnahmen wie geringere Reibungsverluste und ausgeklügelte Zündzeitpunkte dafür sorgen, dass die Leistung wächst, der Verbrauch jedoch auf das Niveau eines Dieseltriebwerks gedrückt wird. Der neue Zweiliter-Vierzylinder dürfte Anfang 2011 auf den Markt kommen. Kleinere Triebwerke mit 1,3 und 1,6 Litern Hubraum sollen folgen.
Neuerungen auch bei den Dieselaggregaten Noch größer sind die Sparpotenziale bei der neuen Dieselgeneration von Mazda. Im Vergleich zum aktuellen 2.2 CD Turbodiesel, der unter anderem in den Modellen CX-7, Mazda 3 und 6 verbaut ist, versprechen die Japaner beim neuen Sky-D-Selbstzünder eine Kraftstoffeinsparung von 20 Prozent. Möglich wird das durch eine zweistufige Turboaufladung und eine neue Brennraumform. Das Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen wird deutlich angehoben. Gleichzeitig werden auch bei der neuen Dieselmotorenreihe die mechanischen Reibungsverluste reduziert.
Mazda kombiniert den Selbstzünder mit einer neu entwickelten Sechsstufen-Automatik. Ein gerade für die kleineren Modelle sinnvolles Doppelkupplungsgetriebe bleibt jedoch außen vor.
Um die Durchschnittsverbräuche weiter zu senken, will Mazda das Gewicht jeder neuen Modellgeneration um 100 Kilogramm senken. In einem zweiten Schritt sollen ab 2016, wenn die Schadstoffklasse Euro 6 eingeführt wird, alle neu entwickelten Modelle um weitere 100 Kilo abspecken.
  • Pressinform, 11.11.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
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