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Merken   Drucken   28.02.2010, 14:00 Schriftgröße: AAA

Trend: Ein erster Blick nach Genf - Autosalon 2010

In Genf wartet ein pralles Neuheitenfeuerwerk. Statt hektisch zusammengezimmerter Öko-Studien wie in den vergangenen Jahren gibt es seriennahe Hybridmodelle, schicke Sportwagen, sehenswerte Luxuskreuzer und verblüffende Exoten.
Die Autobranche schaut nach vorn - was bleibt ihr auch anderes übrig. Die Zahl der Horrormeldungen und Gewinnwarnungen im Jahr eins nach der Abwrackprämie wird zwar kaum abreißen, doch auf dem Genfer Salon will sich niemand lumpen lassen. Vom 4. bis zum 14. März warten zahlreiche Premieren auf die Besucher.
Standen die vergangenen Messen noch ganz unter einem bewusst zur Schau getragenen Öko-Stern, fließen alternative Antriebe diesmal eher als Selbstverständlichkeit in die Neuheiten mit ein. Und es gibt wieder Raum für elegante Visionen, PS-starke Supersportler und ungewöhnliche Konzepte.
Galerie Ein erster Blick nach Genf - Autosalon 2010
Einen großen Namen lässt Alfa Romeo zum 100-jährigen Firmenjubiläum wieder aufleben: Giulietta heißt der lang erwartete Nachfolger des Alfa 147. Rein äußerlich weist der neue sportliche Kompakte keine besonderen Reminiszenzen an die Giulietta der 50er- und 60er-Jahre auf. Die sportliche Silhouette verdankt der 4,35 Meter lange Kompakte vor allem der schwungvollen seitlichen Fensterlinie, aber auch den in der C-Säule versteckten hinteren Türgriffen. Power und Sparsamkeit vereinen die neuen Multiair-Motoren, die jetzt auch den Mini-Gegner MiTo antreiben.
Ganz unbescheiden zeigt sich Audi und präsentiert neben der Luxuslimousine A8 den 450 PS starken RS5. Ein hochdrehender V8-Sauger, eng verwandt mit dem Triebwerk des R8, treibt das 77.700 Euro teure Coupé zu Sportwagenleistungen an. Während der RS5 ein schnelles Spielzeug für betuchte Kunden ist, dreht sich in Genf auch Audis viel bedeutendere Neuheit auf dem Präsentierteller: Der A1 soll der Premiummarke neue Käuferschichten bescheren. Wem der Mini zu weiblich ist, der dürfte sich beim A1 wohler fühlen. Trotz einer Länge von rund 3,90 Metern und eine Breite von 1,75 Metern zeigt er sich deutlich maskuliner als sein britischer Konkurrent.
BMW zeigt erstmals das elektrische Stadtfahrzeug ActivE
Bei BMW steht die neue 5er Limousine im Mittelpunkt. Die Kombivariante Touring werden die Münchner dagegen erst am 9. April auf der AMI in Leipzig zeigen. In Genf stehen dafür noch die überarbeite 3er Reihe samt Cabrio, der BMW M3 mit sportlichem Competition-Paket sowie der geliftete X5. Neue Motoren mit mehr PS, aber weniger Verbrauch, ein paar optische Retuschen und Assistenzsysteme wie das aus dem 5er bekannte Head-up-Display sollen den edlen Geländewagen fit für die Zukunft machen.
Erstmals in Europa wird auf dem Genfer Salon das Concept Car ActiveE gezeigt, BMWs elektrisches Stadtfahrzeug auf Basis des 1er Coupé. Aus Frankreich schickt Citroën den DS High Rider nach Genf, einen Ausblick auf den kommenden DS4. Ähnlich wie der DS3 beim C3 wird der DS4 eine Edelvariante des C4 werden, mit hochwertiger Ausstattung und zahlreichen Individualisierungsmöglichkeiten. Studie und Serienmodell sollen den Dieselhybridantrieb des PSA-Konzerns bekommen, außerdem dürfte der DS4 über eine Hydropneumatik verfügen.
Die Marke Infiniti, der Edelableger von Nissan, zeigt in Genf seine M-Limousine, die nach anderen Ländern nun auch auf dem europäischen Markt erhältlich sein wird. Kräftige V6-Benziner und erstmals auch Dieselmotoren treiben die 4,94 Meter lange Limousine an, ein V6-Hybridantrieb folgt später. Der Wagen hat eine Front-Mittelmotor-Anordnung mit Hinterradantrieb, optional steht eine Allradlenkung zur Verfügung. Die für Europa bestimmten M-Varianten bekommen entweder den 320 PS starken 3,7-Liter-Benziner oder den neuen Dreiliter-Turbodiesel mit 238 PS.
Bei Ford steht der neue Focus im Mittelpunkt, der als erstes Fahrzeug der neuen Weltmodell-Strategie den Globus erobern soll. Auf der neuen C-Plattform entsteht eine ganze Modellfamilie. Auch der neue C-Max wird in Genf zu sehen sein, sowohl als Fünfsitzer als auch in der Siebensitzer-Version Grand C-Max - und zwar mit Schiebetüren und innovativem Sitzkonzept.
Bei Lotus dreht sich neben der Rennversion des Evora auch der geliftete Sportflitzer Elise auf dem Präsentierteller. Neu an Bord ist ein 136-PS-Sparmotor mit 1,6 Litern Hubraum, der einen Durchschnittsverbrauch von 6,1 Litern pro 100 Kilometer erreichen soll. Die interessantere Lotus-Neuheit in Genf ist jedoch das Proton Concept Car (die Firma Lotus gehört dem Autobauer Proton aus Malaysia): Das Stadtfahrzeug hat den von Lotus entwickelten seriellen Hybridantrieb unter der Haube. Ähnlich wie der Opel Ampera wird der Lotus rein elektrisch angetrieben, und ein Verbrennungsmotor mit drei Zylindern erhöht die Reichweite.

Teil 2: Maserati feiert den Frühlingsanfang

  • Pressinform, 28.02.2010
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