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Merken   Drucken   10.08.2012, 14:00 Schriftgröße: AAA

Trend: Ford Mustang Shelby GT - kein Kostverächter

Ford gibt seinen Mustangs die Sporen und bringt zwei getunte Shelby-Versionen auf den Markt. Während der Shelby GT 500 mit 671 PS und V8-Power die Käufer locken will, besticht der GT350 durch Exklusivität.

Das wäre so richtig nach dem Geschmack von Carroll Shelby: PS-Kraft im Übermaß und und dabei so selten, dass nur erlesene Kunden einen Ford Mustang Shelby GT350 ihr eigen nennen dürfen. Die Zahl im Modellnamen ist Programm: Nur 350 Exemplare werden gebaut.

Der im Mai verstorbene amerikanische Tuningpapst hätte sich vermutlich mehr an der Leistung begeistert. Da kann der Mustang-Fan zwischen drei Leistungskits wählen, die je nach Motorart variieren. Der normale V8-Sauger schafft 436 PS, die aufgeladenen Varianten variieren zwischen 532 und 632 PS.

Galerie Ford Mustang Shelby GT - kein Kostverächter

Neben der PS-Spritze gibt es auch ein aufgehübschtes Interieur, eine Antriebswelle aus einem Stück, eine individuelle Motorabdeckung und eine größere Bremsanlage. Die optionale Automatik gibt es jedoch nur für die nicht-aufgeladenen Varianten. Was die Retro-Fans noch mehr begeistern dürfte, ist die Tatsache, dass der Shelby GT350 erstmals seit seiner Neuauflage mit jeder regulären Mustang-Farbe geordert werden kann.

So viel Exklusivität hat auch seinen Preis. Das Shelby-Tuning-Paket kostet mindestens 26.995 Dollar für die Sauger beziehungsweise 33.995 Dollar für die aufgeladenen Varianten. Dazu kommt noch der Preis des Basis-Mustangs von mindestens 22.200 Dollar. Unterm Strich muss man also rund 48.995 Dollar auf den Tisch legen.

Hengst aus Detroit

In noch gestreckterem Galopp geht es beim Ford Mustang Shelby GT500 voran. Dank des um 400 Kubikzentimeter aufgebohrten Aluminium-5,8-Liter-V8-Kraftwerks ist der Hengst aus Detroit um 113 PS bissiger als der Vorgänger und knallt jetzt 671 PS auf die Hinterachse. Einmal losgelassen, kennt der Mustang auf dem Asphalt nur wenig ebenbürtige Gegner: In knapp 3,6 Sekunden ist die 100-Stundenkilometer-Marke passiert, neun Sekunden später springt die Nadel über 200, und erst bei Tempo 325 ist Schluss. Das Drehmoment von 855 Newtonmetern sorgt beim Start für dicke schwarze Gummistriche auf dem Asphalt, vor allem wenn man die optionale Launch-Control benutzt.

"Wir haben jedes Teil des Autos angefasst", sagt Chef-Entwickler Jamal Hameedi. Angefangen von zwei Benzinpumpen, größere Einspritzdüsen, eine größere Kupplung für den Sechsganghandschalter und eine Antriebswelle aus Karbon. Diese Antriebswelle ist leichter und verursacht weniger Reibung als das zweiteilige Vorgängermodell aus Stahl.

Die größeren Sechskolben-Brembo-Bremsen, ein Torsen-Sperrdifferenzial und ein aktives Bilstein-Dämpfersystem für 3495 Dollar Aufpreis (Performance-Paket) sind nötig, falls man sportlicher oder auf Rennstrecken unterwegs sein will. Nach Tests mit dem Vorgängermodell auf der Nürburgring-Nordschleife haben die Ingenieure auch die Verwindungssteifigkeit des Vorderwagens erhöht. Dazu passt auch die elektromechanische Lenkung.

Dass so ein Kraftpaket kein Kostverächter ist, dürfte klar sein. Der angegebene Wert von 13,1 Liter auf 100 Kilometer dürfte allenfalls akademischer Natur sein. Weit faktischer ist schon der Grundpreis von 54.995 Dollar.

  • Pressinform, 10.08.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
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