"Wir werden keine großen Summen investieren"Die Expansion von Opel in andere Märkte wird GM wohl nur sehr behutsam zulassen. Mit dem Ampera werde man sich "auf absehbare Zeit" auf den europäischen Markt konzentrieren, sagt Reilly. Den Rest bedient der Chevrolet Volt. Dafür steht Südamerika auf der Agenda. "Opel wird nach Argentinien und Chile expandieren, und zwar mit Produkten, die Chevrolet in Südamerika nicht anbietet, zum Beispiel einen Zafira oder Meriva. Nach Brasilien werden wir Opel nicht bringen, einfach weil man dort mit Importautos kein Geld verdienen kann - die Importzölle sind sehr hoch. Wir werden keine großen Summen investieren, um eine Marke in einem Land zu etablieren, in dem wir mit Chevrolet bereits sehr gut aufgestellt sind", so Reilly. Chevrolet hat in Brasilien, dem wichtigsten Wachstumsmarkt Südamerikas, schon drei Fabriken.
Sowohl Opel als auch Chevrolet zugute kommt eine komplett neue Motorengeneration. Sie soll in etwa zwei Jahren den geplanten City-Flitzer antreiben und dann schrittweise weitere Modelle. "Es handelt sich gemäß dem Downsizing-Prinzip um einen kleinen aufgeladenen Benzinmotor mit Direkteinspritzung", sagt Entwicklungschefin Rita Forst. Das Aggregat soll sowohl Erdgas- als auch Autogas-kompatibel ausgelegt werden. Insgesamt sind für Opels neue Motorenfamilie vier Mitglieder geplant: drei Benziner mit 1,0 bis 2,0 Litern Hubraum und ein Dieselaggregat mit 1,6 Litern Hubraum. Alle Motoren sollen auf einer gemeinsamen Produktionslinie vom Band laufen. Damit wollen die Rüsselsheimer flexibler auf die wechselnde Nachfrage nach Benzin- oder Dieselmotoren reagieren.