Der Fetzenflieger ließ sich einhändig fahrenNicht schwer und protzig, sondern klein, leicht und schnell ist der "Fetzenflieger" des österreichischen Konstrukteurs und Rennfahrers Otto Mathé. Weil Mathé nach einem schweren Unfall seinen rechten Arm nicht mehr bewegen konnte, konstruierte er den Fetzenflieger so, dass man ihn einhändig fahren konnte. Der 1952 gebaute Flitzer hatte 130 PS, die er dem Motor eines Porsche Spyder verdankte.
Extravagante Automobile gab es freilich auch in späterer Zeit. An einen Aston Martin DBS erinnert das Iso Grifo 7 Litri Coupé von 1969. Die 420 PS starke Rarität aus Italien benötigt eine ausladende Motorhauben-Hutze, damit das sieben Liter große V8-Triebwerk überhaupt hineinpasst. Die Motoren waren allerdings nicht vollgasfest. Für James Bond wäre der Wagen damit nicht in Frage gekommen, auch wenn das Aston-Martin-ähnliche Design durchaus zu ihm gepasst hätte.
Der Geheimagent sattelte in den 90er-Jahren ohnehin kurzfristig auf BMW um. Das Münchner BMW-Museum zeigt neben einem 3.0 CSL von 1975 den Roadster Z8 von 1999, den Pierce Brosnan alias 007 im Film "Die Welt ist nicht genug" pilotierte. 400 PS beschleunigten das Bond-Mobil in 4,7 Sekunden von 0 auf 100 - da war der Martini in der Hand ganz bestimmt ordentlich geschüttelt und nicht gerührt.