Sie haben in Genua zusammen studiert und in Elektrotechnik promoviert. Danach forschten sie gemeinsam erst in Belgien, dann an der US-Eliteuni Princeton. Maria Fresia, 30, und Luca Scardovi, 32, machen ihre wissenschaftliche Karriere im Gleichschritt. "Wir gehen dahin, wo wir beide einen guten Job finden", sagt Scardovi.
Als die TU München ihm im Sommer eine Juniorprofessur anbot, war für beide klar: Da gehen wir nur gemeinsam hin. Und weil die Uni Scardovi unbedingt haben wollte, wurde über den Dual Career Service der TU eine Stelle für seine Frau gesucht.
Seit Mitte des Monats arbeitet sie nun in der Forschungsabteilung des Chipherstellers Infineon. "Die Möglichkeit der Dual Career war ausschlaggebend für uns", sagt Fresia. Ihr Mann hatte auch ein Angebot für eine feste Stelle an einem Forschungsinstitut in Grenoble. "Dort gab es aber keine Hilfe für uns, sie hatten keinen Job für Maria", sagt Scardovi.
Paare wie Fresia und Scardovi gehören zu einer wachsenden Zahl von Akademikern, die beide hoch qualifiziert, hochmobil und gleichermaßen beruflich engagiert sind. Man trifft sie vor allem in der Wissenschaft.