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  <title>beijing888</title>
  <link>http://www.ftd.de/blog/18_beijing888</link>
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   <title>Olympischer Aschermittwoch</title>
   <description>&lt;p&gt;&lt;a type=&quot;image/jpeg&quot; href=&quot;/blog/resserver.php?blogId=18&amp;amp;resource=hockey.jpg&quot; id=&quot;res_606&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; src=&quot;/blog/resserver.php?blogId=18&amp;amp;resource=hockey.jpg&amp;amp;mode=preview&quot; style=&quot;5px;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;So, der Sport ist vorbei, wir können uns jetzt mal alle in Ruhe hinsetzen und uns darauf verlassen, dass wir nicht alle Nas&#039; lang von Nationalhymnen zum Aufhüpfen genötigt werden. Während gestern im Nationalstadion schon allerlei Abschiedsgezwirbel gefeiert wurde, hat im letzten Wettkampf des olympischen Sommers Deutschland die vernichtenden Niederlagen im Bogenschießen und Trampolin-Hüpfen durch einen Kantersieg gegen China im Tischfußball kompensieren können. Heute ist olympischer Aschermittwoch, und jetzt sehn wir mal, was wir davon gehabt haben. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die offizielle Zusammenfassung: &lt;/p&gt;&lt;p&gt;1) Zurecht kamen nur sehr wenige Gelegenheits-Touristen in eine Stadt und ein Land, das durch seltsame Visa- und Hotel-Politik ein klares Bleib-Zuhause-Signal sandte.  Entsprechend blieben die &amp;quot;designierten Olympia-Bar-Straßen&amp;quot; zwar nicht leer, aber diesseits von übervölkert. Es gab nichts, was auch nur annährend an Fanmeilen oder Party-Zonen erinnerte, jeder verkrümelte sich nach den Wettkämpfen in die jeweiligen Mannschaftshotels oder deutsche-kanadische-schweizer Häuser, wo dann herumgesessen und Freibier (Österreich) oder sehr teures Bier (Schweiz) getrunken wurde. Die Zonen um die olympischen Wettkampf-Stätten herum wimmelten zwar vor Sponsor-Tischen und Merchandising-Kiosken, aber einen Besucherpark, in dem man zwischen den Veranstaltungen lungern kann oder durch den man einfach streunt, weil man ein wenig Olympia-Luft schnuppern wollte, suchte man vergebens. Alle Zuschauer und Sportler merkten das an, eine Party-Olympiade war das gewiss nicht. An vielen Orten der Stadt konnte man sogar ohne weiteres vergessen, dass gerade Olympia zu Besuch ist - mit dem netten Nebeneffekt, dass Kaiserpalast oder Himmelstempel ausnahmsweise einmal weniger voll waren als sonst im Sommer üblich. Es waren vielleicht mehr Leute als sonst in der Stadt, aber sicher weniger Touristen, die der Stadt wegen kamen. Viele der Olympia-Besucher, die ich traf, hatten sogar ein ganz explizites Desinteresse an China, Beijing und dem Leben hier. Ist in einem anderen Blog-Leben noch mal einen eigenen Eintrag wert, Titel könnte sein: &amp;quot;Deutsche im Ausland und die Axt im Wald&amp;quot;. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;2) Die Stimmung in den Hallen und Stadien war dann, wenn die Leute sich an die Anweisungen gehalten haben, müde, und dann, wenn man die Volunteers aus dem Weg schubste, manchmal gut. Durch die Kartenverkaufspolitik war es nämlich schwer, sich zu Fanblocks zusammenzurotten, man musste sich schon im Laufe der Veranstaltung mit Energie finden. Gelang das nicht, gab es zwanzig kleine Fan-Inseln, aber keine echte Unterstützungs- und Spaß-Zone. Leer gebliebene Funktionärs- und Sponsorenplätze taten ihr übriges. Beim Hockey-Finale gab es lustigen Fez auf der Haupttribüne, weil die Leute aus den anderen Tribünenzonen sich einfach mal eben in die Mitte drängelten und zusammen sangen und tanzten. Beim Handball-Finale dagegen haben 80 Prozent der Zuschauer keinen Finger gerührt und in der Riesenhalle war es lustig wie auf dem Zentralfriedhof. Weshalb man das Ticket-System nicht umstellt und die Sponsoren- und Bürokraten-Karten am Veranstaltungstag am Stadion abholen lässt - und sie frei verkauft, wenn sie nicht abgeholt werden . . . ein Rätsel und eine Dummheit, ganz schlecht für die Atmosphäre. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;3) Zwar waren die Wettkampfstätten meist schön und technisch in Ordnung, aber leider wurde nur selten die historische Substanz Beijings genutzt, um Ambiente zu erzeugen. Die Triathlon-Strecke draußen an den Gräbern der Ming-Kaiser war diesbezüglich ziemlich spektakulär, die meisten Innenstadt-Wettbewerbe hätten aber überall sein können, mit moderner und deshalb auch einigermaßen beliebiger Kulisse - insofern aber wiederum repräsentativ für das moderne Hochhaus-Beijing: Zwar schick und (manchmal post-)modern, aber damit auch zunehmend ohne eigenen Charakter. Die Pläne Londons, sehr viel stärker die Stadt- und Sport-Historie zu integrieren (Lord&#039;s Cricket-Feld als Bogenschieß-Arena; Wimbledon als ultimatives Tennis-Stadion) sind vielversprechend, auch wenn natürlich kaum jemand mit der Olympia-Kugelstoß-Arena von 2004 konkurrieren kann. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es gibt noch viel zu tun: &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Follow-Up Nr. 1: &lt;/b&gt;Initiierung eines EU-China-Sport-Fanclub-Austauschprogramms. Kernpunkt wird das Übersetzen und Einstudieren internationaler Fan-Gesänge sein, um wenigstens ein bisschen Originalität in die chinesischen Anfeuerungsrufe hineinzubringen. Den ganzen Tag &amp;quot;Jia You&amp;quot; schreien ist ein ganz klein wenig doof, und es macht auch nicht wirklich Laune. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Follow-Up Nr. 2: &lt;/b&gt;Eröffnungs- und Schlussfeiern ausbauen zu mehrtägigen Leni-Riefenstahl-Festspielen, und abwechselnd von Zhang Yimou, George Lucas and Josef Vilsmaier inszenieren lassen. (Der beste Vorschlag zum Thema kam allerdings von Mark Kermode aus der BBC 5 Kinosendung: die London-Eröffnung müsse zwingend von Ken Russell inszeniert werden, der sicher eine Handvoll betrunkener Nonnen nackt in Farbe wälzen werde. Oder so ähnlich).  &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Follow-Up Nr. 3: &lt;/b&gt;Eine spezielle Green-Black-Yellow-Card durch die Bundesregierung auflegen lassen, die das Ehelichen von und Paaren mit Jamaikaner(inne)n, die schneller als 8 Sekunden pro 100 Meter laufen können, wenn sie wollen und es entsprechende Prämien gibt, erleichtert. Und den Import von Merlene Otteys Stammzellen erleichtern. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Follow-Up Nr. 4: &lt;/b&gt;Schwerpunkte setzen! Das britische Beispiel zeigt, dass man durch Konzentration auf seine nationalen Tugenden Großes leisten kann. Die Briten haben ihre meisten Medaillen (allein 15 von 19 goldenen) im Sitzen gewonnen (auf dem Rad, im Boot, auf dem Pferd). Mir ist nicht klar, wie sie diese Stärke herausgefunden haben, aber es muss doch etwas geben, das Deutschland insgesamt gut kann. Viellecht alles, bei dem man sich an länglichen Objekten festhalten kann (Degen, Hockey-Schläger, Kanu-Paddel). &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Follow-Up Nr. 5: &lt;/b&gt;Tischfußball ins olympische Programm aufnehmen und dafür alle Sportarten entfernen, die auf eine ästhetische Wertung durch Kampfrichter angewiesen sind. Außerdem alle Urlaubssportarten wie BMX und Beach Volleyball entfernen. Oder konsequent sein und auch Wet-T-Shirt und Sangria-Durch-Die-Nase-Saufen ins Programm aufnehmen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/magazine/7576446.stm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Olympischer Gesamtsieger&lt;/a&gt; ist übrigens Nord-Korea, die am meisten Medaillen pro verfügbarem Haushaltseinkommen gewonnen haben (6), beziehungsweise die Bahamas, die am meisten Medaillen pro Einwohner errangen (2).  &lt;/p&gt;&lt;br/&gt;</description>
   <link>http://www.ftd.de/blog/18_beijing888/archive/1033_olympischer_aschermittwoch.html</link>
      <pubDate>Mon, 25 Aug 2008 09:09:10 +0000</pubDate>   
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    <item>
   <title>Tischreden und Doppelgänger</title>
   <description>&lt;p&gt;So geht das hier: man sitzt beim Abendessen mit Provinzgouverneuren im Restaurant-Separee, und in der Ecke läuft fast immer ein Plasma-Fernseher. Heute war das wie immer, aber ganz anders: da lief dann natürlich eine Übertragung aus Beijing, und das Abendessen war von der Freude über Wang Yimeis Kraftmeiereien im Volleyball-Viertelfinale bestimmt. Mit größter selbstverständlichkeit haben wir uns alle am knappen Kampf gegen die Russinnen erfreut, und ich konnte mit meinen Detailkenntnissen zum chinesischen Volleyball (&amp;quot;Wang Yimei ist meine Lieblingsspielerin. Aber Feng ist auch sehr gut&amp;quot;. Ende.) punkten. Zwischenmeldung vom Triumph des chinesischen Reckturners führte zum spontanen Bestellen noch einer Runde Gerstenschnaps.Besprechung der morgigen Konferenz fiel aus, ebenso wie die sonst üblichen langweiligen Beteurungen der bedeutsamen Zusammenarbeit. Angenehm, man sollte öfter mal Olympia machen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nebenbeobachtung: Diese olympischen Spiele sind die Spiele der Doppelgänger. Der spanische Diskuswerfer muss einfach der klein und breit geklopfte Bruder von Carl Lewis sein, so ähnlich wie er dem ist. Die kanadische Hürdenläuferin sieht aus wie die Frau, von der man in Nürnberg früher immer Döner kaufen konnte. Und dass der Bronze-Gewinner im Hochsprung ein angeblicher Herr Rybakov aus angeblich Russland sein soll, kann mir keiner erklären. Das ist Olaf Thon nach seiner Knochenverlängerung, oder zwei Olaf Thon übereinander oder so.  
&lt;/p&gt;&lt;br/&gt;</description>
   <link>http://www.ftd.de/blog/18_beijing888/archive/1032_tischreden_und_doppelgaenger.html</link>
      <pubDate>Tue, 19 Aug 2008 16:35:39 +0000</pubDate>   
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   <title>Aus für Meister Liu</title>
   <description>Und während ich im vorigen Eintrag noch schreibe, was Liu Xiang mit seinen Landsleuten alles anstellen kann, scheidet er verletzt aus. Das ist ohne jede Frage die größte Enttäuschung, die diese olympischen Spiele den Chinesen bescheren kann. Nicht nur genauso berühmt wie Yao Ming, sondern auch imstande, in seiner Disziplin, einer der Königsdisziplinen der Sportwelt, zu gewinnen - etwas, das Yao Ming mit seinen Kollegen nur mit viel Glück fertig bringen kann. Ein Jammer, denn Liu ist ein extrem angenehmer Sportler, der auch noch einen exzellenten Hürdenstil hat. Sollte nicht sein.&lt;br/&gt;us</description>
   <link>http://www.ftd.de/blog/18_beijing888/archive/1031_aus_fuer_meister_liu.html</link>
      <pubDate>Mon, 18 Aug 2008 06:04:49 +0000</pubDate>   
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   <title>Zurück in Olympia</title>
   <description>&lt;p&gt;So kann das gehen: da macht man sich in die südlichen Provinzen auf, um im Dienste der werten und zahllosen ftd.de-Leser vom Olympia-Support am Rande des Kaiserreichs zu berichten (vor allem, um Urlaub zu machen, aber mit benanntem Nebeneffekt), um dann dort festzustellen: Die Administrationsseite des Bejing-Blogs bleibt schwarz, bzw. weiß, jedenfalls nicht verfügbar. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bevor jetzt alle &amp;quot;Zensur&amp;quot; schreien: das gibt es gelegentlich, dass in einer Region eine Seite aufgerufen werden kann, in einer anderen nicht, passiert auch hin und wieder zwischen verschiedenen WLAN-Betreibern innerhalb ein und derselben Stadt, weil der eine Service Provider die Signale durch andere Röhren schickt als der andere. Und hier aus Beijing geht es wieder problemlos, hmm. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a type=&quot;image/jpeg&quot; href=&quot;/blog/resserver.php?blogId=18&amp;amp;resource=Opening.jpg&quot; id=&quot;res_605&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; src=&quot;/blog/resserver.php?blogId=18&amp;amp;resource=Opening.jpg&amp;amp;mode=preview&quot; style=&quot;5px;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Warum also auch immer: zwei Wochen Funkstille im Blog, während derer die Beijinger Countdown-Uhren auf Null herunterzählten, die beiden vermutlich meistgesehenen Fernsehereignisse aller Zeiten statt fanden: Die erste war natürlich die Disneyland-Promenade mit zu großen und viel zu vielen Zwergen und abschließendem Zündeln an der Fackel. Nach gefühlten sieben Stunden, in denen selbst die anfängliche Euphorie der Fräuleins im Public-Viewing-Restaurant (siehe Photo) spürbar nachlies, fragte ich mich ernsthaft, ob sie diesemal die Erföffnungsfeier nahtlos mit den Wettkämpfen verknüpfen und deshalb die Leute einfach tagelang im Stadion festhalten würden. Immerhin muss ich  feststellen, dass ich die Eröffnung pflichtgemäß angesehen und nicht gemocht habe, und zweitens, dass ich mit meinem Li-Ning-Tipp als lebendes Feuerzeug goldrichtig lag, erstes Gold für Deutschland also. Das zweite TV-Mega-Ereignis war die Demütigung, die die US-Basketballer an ihren chinesischen Kollegen angerichtet haben, die auch nicht dadurch besser wird, dass China nachher Deutschland erlaubt hat, sich zu blamieren. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sitzt man nachmittags an einem südchinesischen Busbahnhof und wartet auf den Anschluss, dann kann man regelmäßigen Jubelstürmen entnehmen, dass es wieder ein einheimisches Gewichtheber (verzeihung, ich kann mich nicht guten Gewissens für einen Genus entscheiden) geschafft hat. Das sind die Trophäen, die die Tabelle voll machen, aber was wirklich wichtig ist, kommt jetzt: Federball-Spielen und Tischtennis. Wenn die mit dem 100-Meter-Lauf im Nationalstadion konkurrieren, dann bleiben die Fernseher in Beijings Kneipen gerantiert beim adretten Lin Dan, dem Prinz Charming des Badminton-Feldes. Und Meister Liu, der Herr der Hürden, kann China auch noch einen Schub in Richtung Originalität verleihen, wenn er es schafft, die Massen zum 12-maligen Rufen von &amp;quot;Jia You&amp;quot; innerhalb ebensovieler Sekunden zu bewegen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eigentlich sind alle Lektionen bereits gelernt: es gibt keine vernünftigen Anfeuerungs-Gesänge in der chinesischen Sprache (wieso singt niemand &amp;quot;Lin Dan, ich will ein Kind von Dir&amp;quot;, wo das doch bei der chinesischen Familienpolitik, dem Aussehen des jungen Mannes, seinem sportlichen und finanziellen Erfolg und der Bedeutung seines Sports das allein vernünftige wäre??), aber viele anfeuerungswürdige Athleten auch in Sportarten, in denen sich die Damen und Herren beim Trainieren einsam fühlen dürften (glauben Sie, als chinesischer Dressur-Reiter hat man viel Gesellschaft?). Das Schwimmbecken ist clever designt, sieht aber auch mit Wettkämpfern drin aus wie die Transportschutz-Plastikfolie, die beim draufdrücken plopp macht. Wenn ich Glück habe, gibt es diesmal keine rhythmische Sportgymnastik, denn bisher habe ich noch keine gesehen und das allein stärkt meine Hoffnung. Warum Turner nun schon seit Wochen etliche Titel austragen können ohne jemals fertig zu werden, wird deren Geheimnis bleiben. Welches neue Laboratorium in Jamaica aufgemacht hat, würden wir alle gerne wissen, denn dann könnten wir auch alle schnell laufen und supercool dabei sein. Machen die wohl schon E-Commerce mit Postversand der notwendigen. Hormon-Voodoo-Puppen? Wir würden dann auch die deutschen Schwimmer und Bahnradfahrer da mal hin einladen, für eine Werksbesichtigung mit Pröbchenverköstigung. Deutsche Leichtathleten kann man nicht einladen, denn ich habe nicht den Eindruck, dass es welche gibt unter der deutschen Flagge, oder doch? &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Toursisten-Abschreckungsmaßnahmen in Beijing waren erfolgreich: der Kaiserpalast und der Himmelstempel sind verödet, selbst die in der China Daily genannten Bars waren einer ersten Stichprobe gestern abend zufolge leerer als gewöhnlich im Sommer. Die Athleten hängen wohl lieber in ihrerm Dorf herum, wo oder sind schon wieder nach Hause gefahren. Olympische Touristen, die einfach nur aus Spaß an der Freude den Ringen hinterherfahren, sieht man sehr wenige. Vielleicht sitzen sie in den &amp;quot;Häusern&amp;quot; der jeweiligen Nationen, wo man seine nationale Freude oder auch sein Leid mithilfe heimischer Speisen und Getränke teilen kann. Das österreichische und das Schweizer Haus gehören unter den deutschsprachigen zu den netteren, wie man hört. Mal sehen, ob ich Jamaica und Kuba auftreibe in den kommenden Tagen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;So, die Reintegration in den olympischen Alltag beginnt ab sofort, und hoffentlich bekommt auch das Blog noch ein paar Impressionen ab. Aber am Fernseher sieht man das alles ja sowieso viel besser, nicht wahr? Let the games begin - mit ein wenig Verspätung, soll auch nicht wieder vorkommen. &lt;/p&gt;&lt;br/&gt;</description>
   <link>http://www.ftd.de/blog/18_beijing888/archive/1030_zurueck_in_olympia.html</link>
      <pubDate>Mon, 18 Aug 2008 05:27:39 +0000</pubDate>   
  </item>
    <item>
   <title>Noch 7 Tage: Apokalypse Etikette</title>
   <description>&lt;p&gt;Man könnte ja einfach jeden Tag auf Will Heron und sein Imagethief-Blog verweisen und wäre aus dem Schneider. Zuverlässig findet er die skurrilsten Entwicklungen und kommentiert sie auf die lustigste Weise. &lt;a href=&quot;http://news.imagethief.com/blogs/china/archive/2008/07/31/and-i-suggest-you-put-on-a-tie.aspx  &quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Sein gestriger Eintrag zu den neuen Etikette-Regeln&lt;/a&gt; war nun weniger wegen seiner Kommentare lustig, sondern der Originaltext ist schon unschlagbar, den er da gefunden hat: die Anweisungen an die Bevölkerung Beijings, wie man sich zu verhalten habe, wenn Gäste in der Stadt sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Wunsch der Stadtverwaltung, dezente Kleidung an den Bürgern zu sehen und die Warnung, dass zu wenig davon (Kleidung) eine gewisse Respektlosigkeit des Gegenüber nach sich ziehen könnte und dass zu viele Farben gleichzeitig die Umwelt irritieren . . . alles schon komisch genug. Muss man nicht mehr zynisch kommentieren, denn das wäre, als würde man einen Jerry-Lewis-Film persiflieren. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber eines hat mich dann doch stutzen lassen: &amp;quot;No public display of affection&amp;quot; - was?? Das ist noch schlimmer als die Vorschrift, Beijinger müssen ab sofort die Füße immer V-förmig stellen (ebenfalls auf der Liste). Man darf nicht mehr während der Fackellaufs rufen &amp;quot;I love China&amp;quot; und auch nicht mehr Yao Ming und seine Basketball-Kollegen anfeuern? Man muss seine Freundin einen Schritt seitlich gehen lassen, damit man nicht in den Verdacht gerät, sie gerne zu haben? Und wehe, eine Tante küsst ihre Nichte zum Abschied am Schultor! Abstoßende Perversitäten, die wir mit unserem Bild einer sauberen Hauptstadt nicht vereinbaren können! &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich stelle mir vorschrifts-kompatible olympische Spiele vor, in denen wir unsere sicher glorreiche deutsche Hockey-Mannschaft mit &amp;quot;Gar nicht gut, gar nicht gut!&amp;quot; anfeuern, und nach dem Abendessen unseren Gastgebern gegenüber die Dankbarkeit für den warmherzigen Empfang mit einem Toast &amp;quot;Auf alle anderen außer China&amp;quot; ausdrücken? Oder habe ich etwas missverstanden? Bitte um Aufklärung. &lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;br/&gt;&lt;br /&gt;</description>
   <link>http://www.ftd.de/blog/18_beijing888/archive/1029_noch_7_tage_apokalypse_etikette.html</link>
      <pubDate>Sat, 02 Aug 2008 14:40:03 +0000</pubDate>   
  </item>
    <item>
   <title>Noch 8 Tage: Die Olympia-Walze </title>
   <description>&lt;p&gt;Ein paar Tage Blog-Pause, hauptsächlich wegen Arbeit und technischer Probleme. Und was merkt man? Nichts. Es gibt nicht wirklich etwas nachzuholen, außer dass das Wetter sich beständig wehrt und einfach keine klare Luft Einzug halten will. Beijing - auf Höhe Madrids gelegen, wenn Sie das auf dem Globus einmal nachfingern wollen - lässt sich Ende Juli einfach nicht von heiß, schwül und grau verschleiert auf sonnig frische 20 Grad hinunter-aufklaren. Macht ja nichts, schwitzen ist gesund, und die ersten Athleten, die sich hier herumtreiben, haben schon gemerkt, dass Sport treiben ganz gut gegen das permanente Schlappheitsgefühl hilft, das in Beijing ganzjährig die Frühjahrsmüdigkeit ersetzt. Der für die Jahreszeit außergewöhnlich intensive Regen der letzten Tage zeigt auch, dass die Silberiodid-Kur begonnen wurde, deren erste Zwischenziele die Gewährleistung einer regenfreien Eröffnungsfeier und eine Beendigung der ewigen Meckerei über Dunstglocken ist. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber kontinuierlich ticken die Rädchen des olympischen Uhrwerks weiter. Die olympische Dampfwalze walzt: stetig und unwiderstehlich. So langsam wird klar, welcher enorme Personalaufwand betrieben wird: auf jedem Bürgersteig (und das ist wörtlich gemeint) sitzen freiwillige Helfer im Yanjing-Bier-Sponsoren-Trikot und zählen Verkehrsströme, erklären den Weg, oder machen andere unklare Dinge. Als ich heute an einer Sporthalle vorbeifuhr, enterten gerade tausend Freiwillige die Arena, um mit ihren Probedurchläufen zu beginnen und die ersten eintreffenden Volleyballerinnen in Empfang zu nehmen. Alle Schilder hängen, alle Baustellen sind mit Maskottchen-Bauzäunen verkleidet, alle Brücken mit Begrüßungsformeln dekoriert, undim Carrefour liegen die China-Fähnchen zum patriotischen Anfeuern für einen Yuan das Stück zu tausenden bereit. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Fast jede Hutong-Altstadtgasse hat ein neues Straßenschild bekommen, Restaurants verteilen Werbezettel mit &amp;quot;Sofort-Übersetzungs-Notdienst&amp;quot;-Rufnummern, falls es bei der Essensbestellung haken sollte (halbe Stunde 130 Yuan). Die kleinen Kinder in den Gassen eilen Ausländern entgegen und krähen ihr in der Vorschule eingeübtes niedliches &amp;quot;Welcome to Beijing!&amp;quot; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die olympische Spur auf den Hauptstraßen hat sich tatsächlich als Exklusiv-Spur erwiesen, und der Stau wird jeden Tag schlimmer, weil immer mehr Autofahrer verstehen, dass es teuer wird, sich auf diese reservierten Spuren zu wagen. Sicherheitsbestimmungen explodieren überall: neben zusätzlichen Taschenkontrollen an den Eingängen vieler chinesischer Flughäfen und in allen U-Bahnhöfen Beijings gibt es nach den Explosionen in zwei südchinesischen Bussen jetzt auch noch extra Kontrollen im Bussystem Beijings. Außerdem haben viele Bürogebäude einige Eingänge geschlossen, um dafür an den wenigen verbleibenden Türen die neu ausgegebenen Dienstausweise der Beschäftigten kontrollieren zu können. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;So langsam stellt sich heraus, was die Veranstalter und die Stadt unter &amp;quot;guter Umwelt für die Gäste&amp;quot; verstehen, es ist alles sehr aufgeräumt, chinesischer Stil. In unserer Straße (und in vielen anderen) wurden neue Blumenkübel aufgebaut mit frisch schillernder Blütenpracht - die Kübel sind so groß, dass man an manchen Stellen auf die Straße laufen muss, um an ihnen vorbei zu kommen. Der Ausgang der U-Bahn wurde mit einem zwei Meter hohen und fünf Meter breiten Kunstwerk-simulierenden Gegenstand vollgestellt, dessen Kern eine Tintenstrahldrucker-Version eines olympischen Veranstaltungsortes ausmacht. Mein Lieblingsrestaurant wurde geschlossen, das Arthouse-Kino hat seinen Betrieb eingestellt, ein großer Gemüsemarkt wurde von der Polizei dicht gemacht, ein guter Freund von seinem Vermieter vor die Tür gesetzt, weil er die Erhöhung der  Miete von 120 auf 700 Euro nicht in Ordnung fand. Eine nicht zu zählende Zahl von Freunden und Bekannten wurden genötigt, das Land zu verlassen (die meisten heute, am 31. Juli), weil sie keine direkten Verwandten, sondern nur Freunde oder Kinder in China haben und deshalb gefälligst kein Interessa daran, die olympischen Spiele oder auch nur China als Tourist zu besuchen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Nerven liegen auch langsam blank: Verwirrte Polizisten haben angeblich in einem Barviertel von den Wirten Erklärungen unterschreiben lassen, dunkelhäutige Menschen im August nicht zu bedienen. Am letzten Tag des Ticketverkaufs gab es Hiebe für Vordrängler und Polizisten, die wagten, sich einzumischen. Es wird Zeit, dass man mit dieser Turn- und Sportveranstaltung endlich anfängt, so dass sich die Leute vor den Fernseher setzen und sich beruhigen können. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alle beten, dass nach den Spielen wieder ein bisschen Normalität zurück kommt. Und dass keiner der Vermieter, der seine Preise im August auf das fünf-fache erhöht hat, jemals mehr einen Mieter findet. Dass die Hotels, die ihre 3-Sterne-Zimmer für 300 Euro Vorkasse vermieten wollen, auf Nimmerwiedersehen in der Versenkung verschwinden. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und die Hoffnung bleibt, dass die Einheimischen nachher wieder ihre kleinen Höckerchen an die Straße stellen dürfen, um beim lautstarken Diskutieren haarige Bohnen zu naschen, 2-Yuan-Bierflaschen neben sich aufzureihen und ab und zu eine Runde Ein-Schluck-Schnapsgläser auszugeben.&amp;quot;Gan Bei&amp;quot;, wie man hier prostet, mach&#039;s Glas trocken auf den August und was er so bringen wird!&lt;/p&gt;&lt;br/&gt;</description>
   <link>http://www.ftd.de/blog/18_beijing888/archive/1028_noch_8_tage_die_olympia-walze_.html</link>
      <pubDate>Thu, 31 Jul 2008 09:19:33 +0000</pubDate>   
  </item>
    <item>
   <title>Noch 14 Tage: Ticket-Endspiel</title>
   <description>&lt;p&gt;&lt;a type=&quot;image/jpeg&quot; href=&quot;/blog/resserver.php?blogId=18&amp;amp;resource=schlange.jpg&quot; id=&quot;res_604&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; src=&quot;/blog/resserver.php?blogId=18&amp;amp;resource=schlange.jpg&amp;amp;mode=preview&quot; style=&quot;5px;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Wenn man heute morgen in der Nähe eines olympischen Wettkampfortes unterwegs war, dann merkte man das. Man musste sich nämlich durch ein paar hunderttausend Leute kämpfen, die sich auf die &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.iht.com/articles/reuters/2008/07/25/asia/OUKWD-UK-OLYMPICS-TICKETS.php&quot;&gt;Eröffnung der letzten Phase des Ticket-Verkaufs&lt;/a&gt; stürzten. Die dauert so lange, bis keine der 800 000 Rest-Karten weg sind - und das kann gerne schon heute mittag sein. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Allein 400 000 Leute angeblich an der zentralen Kartenverkaufsstelle am Nationalstadion (nur dort gab es Karten für alle Sportarten) - und dann noch einmal zigtausende an den Wettkampforten, wo es ausschließlich Karten für die dort ausgetragenen Sportarten gab. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die ersten Schlangen hatten sich Mittwoch nachmittag für den Verkaufsstart am Freitag morgen gebildet. Vor meiner büronahen Volleyball-Vorrundenhalle schwitzten heute um halb neun grob geschätzt mindestens 5000 Menschen - möge sich die Mühe gelohnt haben!  &lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;&lt;br/&gt;</description>
   <link>http://www.ftd.de/blog/18_beijing888/archive/1027_noch_14_tage_ticket-endspiel.html</link>
      <pubDate>Fri, 25 Jul 2008 07:22:48 +0000</pubDate>   
  </item>
    <item>
   <title>Noch 16 Tage: Oans Zwoa Gsuffa</title>
   <description>&lt;p&gt;Können Sie chinesische Trinklieder? Nein? Dann singen Sie halt deutsche Trinklieder auf chinesisch. Kann man sowieso gut gebrauchen, wenn man sich zum Beispiel in Dalian während der Fackellauf-Tage inmitten von ein paar tausend sehr betrunkenen Ortsansässigen in einem original bayerischen Oktoberfest-Bierzelt wiederfindet. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a type=&quot;image/jpeg&quot; href=&quot;/blog/resserver.php?blogId=18&amp;amp;resource=Gsuffa.jpg&quot; id=&quot;res_581&quot;&gt;&lt;img border=&quot;0&quot; src=&quot;/blog/resserver.php?blogId=18&amp;amp;resource=Gsuffa.jpg&amp;amp;mode=preview&quot; style=&quot;5px;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dort trinkt man dann aus Ein-Liter-Saft-Karaffen (mit echten Maß-Krügen gab es wohl Lizenz-Probleme?) das bisschen schale Bier und singt zu den Klängen einer original österreichischen Bierzelt-Band. Voll die Stimmung, nur dass die Einheimischen bei manchen Liedern (&amp;quot;I wui haam nooch Füastenföid&amp;quot;) Textschwächen zeigten. Deshalb werden die wichtigsten Songs übersetzt und auf die Eintrittskarte gedruckt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Quizfrage des Tages: welches Lied ist oben auf dem Bild zu sehen, und weshalb zählt man am Ende bis drei, obwohl jeder deutsche Bierzeltbesucher doch weiß, dass man nach zwei Maß nur noch &amp;quot;Oans, Zwoa, Gsuffa&amp;quot; zählen kann? &lt;/p&gt;&lt;br/&gt;</description>
   <link>http://www.ftd.de/blog/18_beijing888/archive/1018_noch_16_tage_oans_zwoa_gsuffa.html</link>
      <pubDate>Wed, 23 Jul 2008 06:13:50 +0000</pubDate>   
  </item>
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   <title>Noch 17 Tage: Hotelpreise purzeln</title>
   <description>Es geht los. Die Hotels beginnen einzusehen, dass die albernen Mondpreise, die sie für die Wettkampfzeit genannt hatten, zu nichts außer leeren Zimmern führt. Man hatte ihnen vorab eine bestimme prozentuale Erhöhung  genehmigt, deren volle Ausschöpfung Gerüchten zufolge zu internationalem Desinteresse und 50 Prozent Leerstand führte. Nun also Gegenstuern, falls es noch nicht zu spät ist: Die Tatsache, dass &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.chinadaily.com.cn/olympics/2008-07/22/content_6865589.htm&quot;&gt;China Daily prominent berichtet&lt;/a&gt;, ist wohl auch ein Abwatschen für die Gier, die die gesamte Touristenstruktur für die Spiele zerstört haben könnte. Hier glaubt niemand mehr, dass Olympia ein Fest wird, das Feiernde aus aller Welt zusammenbringt. Eher so eine Art politisches Business-Meeting mit sportlichem Rahmenprogramm. Aber für Kurzentschlossene: vielleicht noch ein wenig abwarten, und dann kurzristig zwischen Beijing Olympia und Bali Strand entscheiden - das würde ich so machen.&lt;br/&gt;</description>
   <link>http://www.ftd.de/blog/18_beijing888/archive/1017_noch_17_tage_hotelpreise_purzeln.html</link>
      <pubDate>Tue, 22 Jul 2008 23:52:10 +0000</pubDate>   
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   <title>Noch 18 Tage: Fackel-Lauf-Feuer </title>
   <description>&lt;p&gt;&lt;img width=&quot;178&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; height=&quot;139&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;baseline&quot; src=&quot;http://img11.beijing2008.cn/20080719/Img214463466.jpg&quot; /&gt;Aus Beijing-Sicht ist der olympische Fackellauf (zumindest wenn man kein CCTV schaut) nicht wirklich existent. Nachdem anfangs, während der Auslands-Route, ordentlich Wind gemacht wurde, und nachdem die Unruhen in London und Paris auch Zorn geschürt haben, unter dem zumindest das Verhältnis zu Frankreich noch immer leidet, ist es nun, da die Fackel auf dem chinesischen Festland unterwegs ist, still geworden. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber ich bin nun seit ein paar Tagen in verschiedenen abgelegeneren Gegenden des Landes unterwegs (was die Countdown-Lücken erklärt) und kann nur sagen: Der Fackellauf ist aus Sicht der Veranstalter (oder besser: der chinesischen Regierung) ein wichtiger und großartiger Schachzug! Es ist der längste Fackellauf mit den meisten Stationen und den meisten Fackelträgern )was kein Wunder ist, weil jeder nur 50 Meter bekommt). Der Lauf kreiert deshalb eine unglaubliche und nie dagewesene Welle der Identifizierung mit den Spielen. Ich denke, noch nie zuvor hat es eine so breite Unterstützung für Olympische Spiele gegeben, die doch aus Sicht der meisten Menschen hunderte und tausende Kilometer entfernt sind. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Fackel aber sorgt dafür, dass in jeder Provinz zahlreiche Städte von olympischen Symbolen und Flaggen strotzen. Als ich gestern ins Hotel eincheckte, begrüßten mich über der Haustür die Maskottchen, an der Rezeption ein Banner mit dem olympischen Motto, und im Fahrstuhl das Plakat vom Fackellauf - und das Wochen, nachdem die Fackel da war. An den Tagen, an denen der Fackellauf statt findet, ist sowieso Ausnahmezustand und Busladungen von rot gewandeten Schülern stehen am Straßenrand, wedeln mit Fahnen und feuern patriotisch an. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Seit vielen Wochen zieht nun also diese Fackel-Karawane weiter und kreiert mehr Unterstützung unter denen, die zuvor noch gleichgültig waren. Man entkommt der Fackel kaum, und wenn sie einen  erwischt hat, dann ist man im Sog und bleibt Enthusiast der olympische Sache. Wer mal Zeit hat, kann genauer überlegen, welche Lehren aus diesem stillen Erfolg für politisches Marketing in anderen Regionen und Systemen gezogen werden kann. 
&lt;/p&gt;&lt;br/&gt;</description>
   <link>http://www.ftd.de/blog/18_beijing888/archive/1015_noch_18_tage_fackel-lauf-feuer_.html</link>
      <pubDate>Mon, 21 Jul 2008 04:58:28 +0000</pubDate>   
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