In Palo Alto versucht man StudiVZ nun auf dem Gerichtsweg beizukommen. Dem deutschen Konkurrenten und Facebook-Klon soll untersagt werden, weiterhin "look, feel, features and services" von Facebook.com zu kopieren. "Ein großer Teil des Erfolgs - wenn nicht der gesamte Erfolg - von StudiVZ ist dem Kopieren und dem Missbrauch von Facebooks geistigem Eigentum geschuldet", heißt es in der 116-seitigen Klageschrift, die Facebook heute bei einem US-Bezirksgericht in San Jose im Silicon Valley einreichte. Facebook wirft dem sozialen Netzwerk, das dem Verlag Holtzbrinck gehört, unter anderem auch vor, ohne Erlaubnis auf Facebooks Computersysteme und -netzwerke zugegriffen zu haben, um sich unrechtmäßig Daten zu verschaffen. Facebook verklagt StudiVZ auch auf Schadenersatz.
Nachdem Gespräche mit StudiVZ zu nichts geführt hätten, sehe man sich jetzt gezwungen, den Rechtsweg zu beschreiten, sagte mir eben eine Facebook-Sprecherin. Eine Klage vor einem deutschen Gericht sei nicht auszuschließen, sagte sie weiter.
StudiVZ ging rund 18 Monate nach Facebook an den Start - mit einem verblüffend ähnlichen Design. Auf den ersten Blick unterscheidet sich der deutsche Konkurrent lediglich durch die rote Farbe. Bei Facebook dominiert blau. StudiVZ ist damit nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern erfolgreich. Facebook fällt der Einstieg in den deutschen Markt hingegen schwer, was nach Meinung der Kalifornier an StudiVZ liegt. Facebook ist erst seit März mit einer lokalisierten Version in Deutschland unterwegs.




