FTD.de » Finanzen » Frauen sollten früher an die Rente denken

Merken   Drucken   05.09.2009, 10:00 Schriftgröße: AAA

Altersvorsorge: Frauen sollten früher an die Rente denken

Frauen starten heute eher mit dem Vermögensaufbau. Denn sie leben länger und arbeiten weniger Jahre. Damit wird die private Altersvorosrge für sie besonders wichtig. von Ina Lockhart
Constanze Hintze ist es gewöhnt, um Hilfe gebeten zu werden. Als Geschäftsführerin des Vermögensverwalters Svea Kuschel + Kolleginnen berät sie vor allem Frauen bei ihrer Altersvorsorge. Früher konnte jedoch selbst sie und ihr Team nur wenig ausrichten. Denn viele Frauen hatten das Thema zu lange vernachlässigt und kamen erst, als sie in finanziellen Nöten steckten. "In der Anfangsphase unseres Unternehmens war die Finanzberatung für Frauen eine Defizitberatung", sagt Hintze.
Heute ist das anders: Immer mehr Frauen erkennen früh die Bedeutung der privaten Altersvorsorge und beginnen rechtzeitig mit dem Vermögensaufbau. Denn im Vergleich zu den Männern müssen sie einiges aufholen. Frauen leben im Schnitt fünf Jahre länger, entsprechend größer ist ihr Absicherungsbedarf.
Gleichzeitig verdienen sie immer noch deutlich weniger als Männer. Nach Aussage von Ute Klammer, Professorin für Sozialpolitik an der Universität Duisburg-Essen, haben sich die Einkommensunterschiede seit Beginn der 90er-Jahre kaum verringert. Eine vollzeitbeschäftigte weibliche Angestellte verdiente im vierten Quartal 2008 durchschnittlich knapp 79 Prozent dessen, was ihre männlichen Kollegen erhalten.
Große Abhängigkeit   Große Abhängigkeit
Zudem werden ihre Einkommenssituation und der entsprechende Rentenanspruch durch berufliche Auszeiten - etwa wegen der Betreuung der Kinder - geschmälert. Im Schnitt zahlen Frauen aus den alten Bundesländern 14 Jahre weniger in das Rentensystem ein. Eine geplante Auszeit, um sich um Kinder und Haushalt zu kümmern, ist weiterhin eine Frauendomäne, wie die jüngste Statistik zum Elterngeld zeigt.
Ein Großteil der Männer (38 Prozent) schlüpft für zwei Monate in die Rolle des Kinderdompteurs und Küchenmanagers - gerade lang genug, damit das Paar das Elterngeld für die maximale Förderdauer von 14 Monaten erhält. Danach übernimmt meist wieder die Frau, und die alte Rollenverteilung bleibt.

Teil 2: Geändertes Unterhaltsrecht

  • FTD.de, 05.09.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  

Newsletter:   Eilmeldungen Finanzen

Wenn die Deutsche Bank durch einen Stresstest fällt, erfahren Sie es zuerst in unserem Finanznewsletter.

Beispiel   |   Datenschutz
markets - Das Finanzinformationsportal
  DAX 6285,75  [-149.85 -2,33%
  Euro Stoxx 50 2134,05  [-58.8 -2,68%
  Dow Jones 12496,15  [-6.66 -0,05%
  Nasdaq Composite 2850,12  [11.04 +0,39%
  Euro 1,25741 USD  [0.00171 +0,14%
  Brent-Öl 106,31 USD  [-2.58 -2,37%
Tweets von FTD.de Finanz-News

Weitere Tweets von FTD.de

Immobilien-Kompass
Partnerangebot Immobilien suchen in ...
  14.03. Quiz Kennen Sie sich aus im DAX?

Wer seit Jahresbeginn auf Aktien setzt, kann sich bislang über einen satten Gewinn freuen. Mischen Sie mit bei der Rally - im Quiz von FTD.de. Testen Sie ihr DAX-Wissen.

Seit wann gibt es den DAX?

Quiz: Kennen Sie sich aus im DAX?

Alle Tests

 



AKTIEN + MÄRKTE

mehr Aktien + Märkte

DERIVATE

mehr Derivate

INVESTMENTFONDS

mehr Investmentfonds

IMMOBILIEN

mehr Immobilien

ALTERNATIVE ANLAGEN

mehr Alternative Anlagen

FINANZCHECK

mehr Finanzcheck

FTD-SPEZIAL: FINANZKOMMUNIKATION

mehr FTD-Spezial: Finanzkommunikation

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote