Federführend war eine von Präsident
Barack Obama Ende 2009 ins Leben gerufene Task Force für den Kampf gegen Anlagebetrügereien, an der auch die US-Börsenaufsicht SEC und die amerikanische Bundespolizei FBI beteiligt sind. "Die Operation unterstreicht die Ausmaße des Problems und die Folgen für Menschen aus allen Lebensbereichen", sagte FBI-Vizedirektor Shawn Henry. "Betrug durch bekannte Firmen oder Manager machen die meisten Schlagzeilen, aber andere Gaunereien sind für hart arbeitende Familien und Rentner genauso verheerend", sagte SEC-Chefermittler Robert Khuzami.
"Viele der Kriminellen habe mit dem Geld der Investoren einen großzügigen Lebensstil finanziert", sagte Minister Holder weiter. Einer der Betrüger mit Sitz in Florida habe seine Anleger um 880 Mio. Dollar gebracht und damit seine Privatjacht, ein Strandhaus und seinen Mercedes bezahlt.
Ebenfalls in Florida habe ein Betrüger vor allem Opfer unter der aus Haiti eingewanderten Bevölkerung gefunden. In Ohio machte ein früherer Polizist unter pensionierten Ermittlern und Feuerwehrleuten Kasse. In Chicago zockte ein Betrüger Hunderte arglose Anleger ab, darunter viele ältere Einwanderer aus Italien.
Der bislang größte Betrugsfall der Finanzgeschichte war der des Milliardenbetrügers
Bernard Madoff : Der war im Juni 2009 von einem Gericht in New York zu 150 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Ex-Broker hatte mit einem rund 65 Mrd. Dollar schweren Schneeballsystem weltweit unzählige Anleger geschädigt.