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Börsenglossar

 

ist der Handel mit Wertpapieren  nach Börsenschluss. Damit ist vor allem der Handel unter Banken gemeint. Aus der Tendenz  kann man unter Umständen auch schon Rückschlüsse auf den Handel am nächsten Tag ziehen.

Tendenz an der Börse, wenn die Notierungen niedriger als am Vortag ausfallen.

Die gängige Definition bezieht sich auf die Hinterlegung des Basiswertes. Vor diesem Hintergrund ist ein "nackter" Optionsschein  einer, bei dem der Verkäufer der Option den Basiswert  nicht im Bestand hat. Bei Ausübung  der Option erfolgt statt der effektiven Lieferung ein Barausgleich. Nach dieser Definition sind alle Optionen auf Indizes, Zinsen oder Wechselkurse Nackte Optionsscheine. Siehe auch: Gedeckter Optionsschein 

Aktie , die auf den Namen des Besitzers lautet. Hierzu führt die Gesellschaft  ein Aktienbuch . In diesem müssen alle Angaben des Aktionärs  enthalten sein. Nur wer im Aktienbuch eingetragen ist, kann auch die Rechte eines Aktionärs wahrnehmen. Namensaktien können auf natürliche oder juristische Personen lauten. Sie werden durch eine schriftliche Übertragungserklärung, das sog. Indossament, übertragen.

Durch die Eintragung des neuen Besitzers in das Aktienbuch der AG ist die Fungibilität (Austauschbarkeit) der Aktie eingeschränkt. Dieser Nachteil kann durch ein Blanko-Indossament weitgehend behoben werden. In der Satzung einer Gesellschaft können besondere Regelungen für die Übertragung von Namensaktien festgelegt werden.

Eine Sonderform von Namensaktien sind vinkulierte Namensaktien.

Gegensatz: Inhaberaktie .

Abkürzung für National Association of Securities Dealers Automated Quotations. Träger der Nasdaq ist die NASD, eine Vereinigung von rund 5500 Freiverkehrshändlern. An der Computerbörse  sind neben den Titeln aus der Informationstechnologie und Telekommunikation vor allem Unternehmen aus dem Biotechnologie-Sektor und dem Pharma-Bereich gelistet. Populär ist sie vor allem durch die Aktien  von Microsoft und Intel geworden. Die Nasdaq war das Vorbild für den Neuen Markt  in Frankfurt.

So werden die Aktien  kleinerer Unternehmen bezeichnet. Diese Titel sind oft nur wenig liquide , das heißt es werden an einem Börsentag nur wenige Aktien umgesetzt. Deshalb sollten Investoren ihre Aufträge immer limitieren . Das gilt insbesondere für den Xetra -Handel.

Der Nemax war der Index für die Werte des Neuen Marktes  in Frankfurt. Im Nemax 50 waren die Spitzenwerte zusammengefasst. Enthalten waren die nach Marktkapitalisierung  und Umsatz größten Werte unter den notierten Aktien im Neuen Markt. Der Nemax All Share enthielt alle gelisteten Unternehmen. AUs dem Nemax 50 ging nach dem Zusammenbruch des neuen Marktes der TecDax hervor.

Der Nennwert ist der auf einer Aktie  oder Anleihe  aufgedruckte Betrag des Papiers. Bei Aktien gibt der Nennwert den Anteil am Grundkapital der Aktiengesellschaft an, der auf die einzelne Aktie entfällt. Die Summe des Nennwertes aller Aktien – das Aktienkapital – entspricht dem Grundkapital. In Deutschland liegt der Mindestnennwert für Aktien derzeit bei 1 Euro. Seit der Euro- Einführung ist es auch möglich, nennwertlose Aktien, sog. Quoten- oder Stückaktien zu emittieren.

Bei Schuldverschreibungen entspricht der Nennwert einem Teilbetrag der Gesamtschuld. Er gibt den Betrag an, den der Emittent der Anleihe bei Fälligkeit an den Inhaber des Wertpapiers zurückzahlen muss.

Synonyme: Nominalwert, Nennbetrag.

sind erst seit dem 1. April 1998 in Deutschland zugelassen. Sie heißen auch Stückaktien . Sie lauten also nicht auf einen bestimmten Nennbetrag, sondern verkörpern einen Anteil an dem Grundkapital  des Unternehmens. Mit der Umstellung auf Stückaktien wollte der Gesetzgeber in der Bundesrepublik Deutschland den Blick der Anleger auf die eigentlichen Bewertungskriterien für Aktien  schärfen.

kurz NAV. Englische Bezeichnung für Nettoinventarwert. Wichtig vor allem bei Fonds. Das Vermögen eines Fonds wird ausgedrückt im Nettoinventarwert sämtlicher Anlagen. Daneben wird auch bei Versicherungen oft vom Net Asset Value gesprochen. Hier sind die Beteiligungen und Anlagen der Unternehmen gemeint.

Unternehmen zahlen auf ausgeschüttete Gewinne Körperschaftsteuer. Die Nettodividende, oder Bardividende ist somit die, um die Körperschaftsteuer bereinigte Dividende , die tatsächlich an die Aktionäre ausgezahlt wird.

Die Rendite  einer Geldanlage nach Abzug aller fälligen Steuern und Abgaben. Sie kann erheblich von der Bruttorendite abweichen. Deshalb sollte ein Anleger seine Geldanlage vor allem unter dem nachsteuerlichen Gesichtspunkt betrachten. Denn bei hochprozentigen Anleihen  ist die Steuerbelastung sehr viel höher als bei Papieren mit einer niedrigeren Nominalverzinsung .

Ein anderes Wort für junge Aktien .

Der Neue Markt wurde am 10. März 1997 als Handelssegment für kleine und mittlere schnell wachsende Unternehmen aus zukunftsweisenden, aber auch traditionellen Branchen von der Deutsche Börse AG eingeführt. Mit der Neusegmentierung des Aktienmarktes und der Einführung von Prime und General Standard hat die Deutsche Börse AG das privatrechtliche Segment Neuer Markt zum 5. Juni 2003 geschlossen.

kurz NYSE. Die Börse wurde 1792 gegründet und wird aufgrund ihrer Lage auch kurz "Wall Street" genannt.

Die Aktien der größten US-amerikanischen Aktiengesellschaften sind an der New Yorker Börse gelistet. Rund 2800 Titel werden hier gehandelt, hauptsächlich große Konzerne, Banken und Dienstleistungsunternehmen.

An der NYSE gibt es keinen Kassakurs. Alle Kurse werden permanent in der Reihenfolge ihres Eingangs abgewickelt. Restbeträge nicht vollständig ausgeführter Aufträge werden zum nächsten Kurs gehandelt.

Japanischer Index. Er umfasst die 225 größten Unternehmen. Maßstab ist die Börsenkapitalisierung .

Investmentfonds , die ohne Ausgabeaufschlag an die Anleger verkauft werden. Dafür sind dann die laufenden Kosten deutlich höher als bei den anderen Fonds. Sie richten sich vornehmlich an trading-orientierte Investoren. Nach Untersuchungen sind No Load Funds bis zu einem Anlagezeitraum von etwa vier Jahren günstiger für die Anleger. Will man die Anteile längerfristig halten, sollte auf die klassischen Fonds zurückgegriffen werden.

  • FTD.de, 21.02.2011
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