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  FTD-Serie: Die Ursprünge der Finanzkrise

Sie begann bei einem kalifornischen Hypothekenanbieter und hat inzwischen Märkte in aller Welt erfasst: Die Subprime-Krise um schlecht besicherte US-Immobilienkredite betrifft längst auch andere Branchen. Unter den Opfern sind zunehmend deutsche Unternehmen.

Merken   Drucken   22.08.2007, 16:31 Schriftgröße: AAA

EZB pumpt erneut Geld in den Markt  

Die Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten beirren die Europäische Zentralbank (EZB) nicht in ihrem Zinskurs. Entgegen den Zweifeln vieler Experten hält sie an ihrer geplanten Zinserhöhung im September fest - zum Leidwesen der Börse. Eine gute Nachricht gab es von der Zentralbank aber auch.
Die EZB verkündete am Mittwochnachmittag, weitere 40 Mrd. Euro in das Finanzsystem gepumpt zu haben, um die von der amerikanischen Hypothekenkrise verunsicherten Märkte zu beruhigen. Darauf stabilisierte sich der Dax wieder bei einem Plus von mehr als einem Prozent. Zuvor war er nach der ersten Meldung der Zentralbank etwas eingeknickt, da die Fantasien vieler Anleger enttäuscht wurden, die darauf gehofft hatten, dass der Zinsschritt im September ausbleibt.
Die geldpolitische Strategie der Notenbank orientiere sich nach wie vor an den letzten Aussagen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet von Anfang August, hatte die Zentralbank zuvor mitgeteilt. Trichet hatte damals betont, die Notenbank beobachte die Inflationsrisiken mit "besonderer Wachsamkeit". Dies gilt als Schlüsselformulierung für eine Zinsanhebung im nächsten Monat. Der Leitzins im Euro-Raum wird somit am 6. September voraussichtlich von 4,0 auf 4,25 Prozent steigen.
Volkswirte hatten zuletzt gezweifelt, dass die EZB den Zinsschritt vollzieht, weil die Märkte wegen der US-Immobilienkrise weltweit in Aufruhr geraten waren. Die EZB und andere Notenbanken hatten den Geschäftsbanken mehrfach Milliardenbeträge zusätzlich zur Verfügung gestellt, um Liquiditätsengpässe zu verhindern. Zuletzt hatten die Notenbanken von einer Entspannung an den Märkten berichtet. Diese stellte sich auch am Mittwoch ein.
  • dpa, 22.08.2007
    © 2007 Financial Times Deutschland,
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