Allerdings haben passive Indexanlagen auch ihre Tücken, je nachdem, um welchen Typ von Indexprodukt es sich handelt. Zu unterscheiden ist dabei grundsätzlich zwischen Indexzertifikaten und Exchange-Traded Funds (ETFs). Gemeinsam haben beide Produktarten das Ziel, die Entwicklung eines zugrunde liegenden Index möglichst exakt, also eins zu eins, und ohne Laufzeitbegrenzung nachzuvollziehen.
Ein wichtiger Unterschied besteht jedoch hinsichtlich des Emittentenrisikos. "Zertifikate sind Inhaberschuldverschreibungen, die im Insolvenzfall des Anbieters in die Konkursmasse fallen", sagt Markus Jordan, Herausgeber des ETF-Informationsdiensts Extra-Magazin. Die in ETFs angelegten Gelder stellen hingegen Sondervermögen dar, das im Konkursfall geschützt ist.
Jordan rät: "Wer bei Indexinvestments das Emittentenrisiko ausschließen will, sollte ETFs den Vorzug vor Zertifikaten geben." Allerdings schränkt er ein, dass manche ETFs einen Index nicht durch den Kauf aller im Index enthaltenen Aktien nachbilden (Full Replication), sondern sich die Performance bis zu einem gewissen Grad über einen Swap-Partner garantieren lassen (synthetische Replikation). Falls dieser pleitegeht, wäre auch der entsprechende, meist aber sehr geringe Swap-Anteil im ETF ausfallgefährdet.