Der milliardenschwere Handelsverlust bei der US-Großbank JP Morgan hat ein juristisches Nachspiel. Zwei Aktionäre reichten am Mittwoch Klage gegen das Geldhaus vor dem Bezirksgericht in Manhattan ein. Sie werfen dem Kreditinstitut und Konzernchef Jamie Dimon vor, ein zu großes Risiko eingegangen zu sein.
Zudem unterstellen sie den Verantwortlichen eine Verletzung der Treuepflicht, Verschwendung von Firmenvermögen und ungerechtfertigte Bereicherung. Zudem leitete die US-Bundespolizei nach eigenem Bekunden eine vorläufige Untersuchung ein.
JP Morgan hatte den mindestens 2 Mrd. Dollar schweren Verlust Ende vergangener Woche bekanntgegeben und damit die Aufsichtsbehörden auf den Plan gerufen. Am Montag trat deswegen die Chefin des zuständigen Geschäftsbereichs, Ina Drew, zurück.
Nach dem Desaster leitete die US-Notenbank Fed als oberste Aufseherin bereits Untersuchungen ein. Sie will nach eigenen Angaben prüfen, ob die größte US-Bank noch vergleichbare Risiken an anderer Stelle eingegangen ist und ob es Folgen für das Risikomanagement der Bank geben muss. Gleichwohl gehen die Regulierer davon aus, dass JP Morgan den bislang bekannten Verlust verkraften kann.