Bleibt also der Vorteil, dass Vermögende ihre Anlagestrategie selbst in die Hand nehmen können. Steuerlich bringt die freie Gestaltung aber wenig. Der heimische Fiskus behandelt diese Luxemburg-Optionen genauso wie die Tätigkeit von Fondsmanagern. Es wird sogar eher teurer. Jede Geldeinzahlung unterliegt der luxemburgischen Kapitalverkehrsteuer mit bis zu 1250 Euro.
Mehr Arbeit und Kosten
Hinzu kommt eine laufende Besteuerung des Spezialfonds mit jährlich 0,01 Prozent vom Nettovermögen. Besteht das Fondsvermögen in Teilen auch aus Rententiteln, kommt noch die Quellensteuer von 15 Prozent im Rahmen der EU-Zinsrichtlinie hinzu, die 2011 sogar auf 35 Prozent steigt. Diese lässt sich über die heimische Steuererklärung verrechnen.
Zusätzliche Arbeit und Kosten lösen die Deklarationspflichten aus. Einmal pro Jahr ist eine Vermögensbilanz aufzustellen, dazu kommen die Anforderungen des deutschen Investmentsteuergesetzes.
Sofern diese umfangreichen Veröffentlichungspflichten nicht eingehalten werden, wird der Spezialfonds als intransparent eingestuft. Das löst eine Pauschalsteuer aus, die auch in Jahren ohne nennenswerte Erträge oder mit Verlusten zu üppigen Abgaben führt - kein Schlupfloch für redliche Anleger.