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23.11.2009, 11:50
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Viele Trends und ein Ergebnis
Währungsfonds versprechen Renditen über dem Geldmarktzins. Sie nutzen verschiedene dazu Strategien - die sich an dem Big-Mac-Index oder an Carry-Trades orientieren.
von Wolf Brandes
Bei Aktien und Anleihen geht es immer um eines: einen möglichst hohen Profit. Das ist bei Währungen anders, hier steht oft die Absicherung von Handelsgeschäften im Vordergrund. "Gewinnmaximierende Marktteilnehmer repräsentieren nur einen kleinen Teil des Gesamtmarkts", lautet die Aussage von Analysten der Deutschen Bank. Nur ein Viertel der Währungsumsätze würde auf Investitionen entfallen. Daher bietet der Devisenmarkt aus Sicht der Experten echte Renditechancen. Und mit den passenden Anlageprodukten können sie an Währungen verdienen.
Währungsfonds
Mit dem Auf und Ab an den Devisenmärkten lassen sich Erträge erzielen, die unkorreliert sind, also unabhängig von den anderen Anlageformen. Beim ihren Investments setzen die Profis aber nicht einfach auf den Fall oder Anstieg des Dollar, sondern versuchen, mit Strategien in verschiedenen Währungsrelationen eine möglichst stetige Performance zu erzielen.
Seit einigen Jahren wollen spezielle Devisenfonds die Schwankungen ausnutzen. Dabei wird das Kapital am Geldmarkt angelegt; den eigentlichen Ertrag bringen Termingeschäfte am Devisenmarkt.
Eine der bekanntesten Vorgehensweisen ist der Ansatz, der auf sogenannte Carry-Trades setzt. Die Annahme: Das Kapital fließt in die Währungen mit hohen Zinsen, und Investoren verschulden sich im Gegenzug in Währungen mit niedrigen Zinsen. So locken etwa beim australischen Dollar Drei-Monats-Zinsen von mehr als drei Prozent pro Jahr, während beim Schweizer Franken weniger als ein halbes Prozent pro Jahr zu holen ist - und an dieser Differenz lässt sich trefflich verdienen.
Gut lief seit Mitte 2008 auch die Bewertungsstrategie, bei der ein Trend von zwei Währungen auf Basis der Kaufkraft in den beiden Ländern abgeschätzt wird. Ein einfacher Maßstab hierfür ist der Big-Mac-Index, der vergleicht, was der Hamburger in verschiedenen Ländern kostet. Die dritte Gruppe der Währungsstrategien versucht, mit Modellen den Trend oder das Momentum in der Wechselkursbewegung zu bestimmen. Trendfolgestrategien werden auch bei Aktien und Anleihen genutzt.
Teil 2: Worauf Fondsmanager achten müssen
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Aus der FTD vom 23.11.2009
© 2009 Financial Times Deutschland,
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