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Merken   Drucken   03.09.2011, 16:28 Schriftgröße: AAA

Schuldenkrise: Für S&P sind Eurobonds Ramsch

Die Ratingagentur Standard & Poor's würde Eurobonds mit der Note bewerten, die der schlechteste der garantierenden Staat hat. Wäre also Griechenland dabei, bekäme das Papier Ramschstatus zugewiesen.
Die Ratingagentur S&P würde gemeinsame Anleihen der Euro-Staaten mit dem Rating des schwächsten Mitgliedslandes bewerten. "Wenn wir einen Eurobond haben, bei dem Deutschland 27 Prozent garantiert, Frankreich 20 und Griechenland zwei Prozent, dann läge das Rating des Eurobonds bei 'CC', was der Kreditwürdigkeit Griechenlands entspricht", sagte der Leiter des Länderbereichs Europa bei S&P, Moritz Krämer, am Samstag auf dem europäischen Forum in Alpbach.
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Dies sei der Fall, wenn es eine gemeinsame Garantie und keine einzelne Gewährleistung der Mitgliedsländer gebe. "Vielleicht könnte dies auf eine andere Art strukturiert werden", schlug Krämer vor und betonte zugleich, S&P führe derzeit keine Gespräche mit der Europäischen Union. "Es ist nicht unsere Aufgabe, bei der Strukturierung oder Beratung zu helfen."
Krämer sagte weiter, er habe die Idee von Euro-Anleihen so verstanden, dass sie sich an deutschen Länder-Jumbos orientierten. Bei diesen Anleihen tun sich mehrere Bundesländer zusammen, um Schuldverschreibungen zu emittieren, wobei sie jeweils für ihren eigenen Anteil die Garantie übernehmen.
Die Diskussion über Gemeinschaftsanleihen in der Euro-Zone dauert seit langem an. Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt Eurobonds ab und begründet dies damit, dass gemeinsame Anleihen nicht zu einer Verbesserung der Haushaltsdisziplin führten. Italien hingegen wirbt für eine gemeinsame Aufnahme von Staatsschulden, was wohl zu einem mittleren Zinsniveau für alle Euro-Länder führen würde. Auch Griechenland hat bereits für Eurobonds geworben.
  • Reuters, 03.09.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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