Die Euro-Krise wütet in Europa
Experten hatten mit diesem Schritt gerechnet. "Dieses 'Weihnachtsgeschenk' von Fitch kommt nicht überraschend", sagte Analyst Gyorgy Barta von der CIB Bank. Im Februar drohe eine weitere Herabstufung, wenn die Regierung ihr Sparpaket veröffentlichen will. "Sollte das Paket enttäuschen und nur einige kosmetische Korrekturen anstatt grundlegender Reformen enthalten, ist eine Herabstufung auf Ramschniveau definitiv möglich", sagte Barta.
Der
UHF/EUR verlor nach der Herabstufung gegenüber dem Euro zwischenzeitlich knapp ein Prozent an Wert. Am Nachmittag kostete ein Euro 277 Forint.
Die Ratingagentur Standard & Poor's stufte am Mittwoch den Ausblick für die Kreditwürdigkeit Sloweniens auf "negativ" herunter. Zuvor war der Ausblick als "stabil" bewertet worden. S&P begründete den Schritt mit fehlenden strukturellen Maßnahmen, um das slowenische Staatsdefizit zu senken.
Bereits am Dienstag hatten Moody's und Fitch mitgeteilt, eine Senkung der Ratings für Portugal und Griechenland in Betracht zu ziehen.
S&P sagte mit Blick auf Slowenien, der Ausblick "negativ" spiegele die Möglichkeit wider, innerhalb der kommenden beiden Jahre auch das Rating des Landes herabzustufen. Ein schlechteres Rating verteuert in der Regel für einen Staat die Aufnahme neuer Kredite.