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Die 15 größten Goldimporteure
Die Welt erlebt einen neuen Goldrausch. Immer mehr Anleger und Privatleute zweifeln an der Wirtschaftskraft der Euro-Länder, die Turbulenzen an den Finanzmärkten und die Talfahrt der Euro-Währung schüren Ängste. Seit jeher gilt Gold als krisenfeste Anlage, als Sicherheit bei drohender Inflation. Der Goldpreis notiert knapp unter dem Rekordhoch, die private Nachfrage nach Barren, Gold-Indexfonds und eben Münzen hat sich seit 2007 verdoppelt.
Besonders gefragt sind derzeit kleine Stückelungen - ein Zeichen dafür, dass die Kunden das Gold weniger wegen erhoffter Gewinne, sondern vielmehr als Absicherung für eine katastrophale Zuspitzung der Lage kaufen. Denn mit kleinen Barren oder Münzen ließen sich im Extremfall auch alltägliche Zahlungen wie Mieten abwickeln, sagen Experten.
In der Münzfabrik von Germiston schieben sie deswegen Sonderschichten. Judith Rampai kommt mit der Arbeit schon heute kaum noch nach. Die 23-jährige Supervisorin sitzt vor einem ganzen Berg von Krügerrand-Münzen, die sie inspiziert. Jedes Goldstück, das die Fabrik verlässt, muss einzeln auf Macken oder Kratzer untersucht werden, bevor sie ein alter Roboter, den die Firma gebraucht von einer Autofabrik bekommen hat, verpackt. Zurzeit opfert Rampai sogar ihre Wochenenden. "Wenn die mehr wollen, dann kriegen die mehr", sagt sie. "Es wäre dumm, wenn wir uns darüber beklagen würden."