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Merken   Drucken   06.12.2011, 12:52 Schriftgröße: AAA

Portfolio: Anleger meiden geschlossene Fonds

Die Anbieter von Beteiligungsmodellen haben erhebliche Platzierungsprobleme. Zahlreiche Insolvenzen belasten das Image der Branche.
© Bild: 2011 FTD-Grafik/Klaas Neumann
Die Anbieter von Beteiligungsmodellen haben erhebliche Platzierungsprobleme. Zahlreiche Insolvenzen belasten das Image der Branche. von Richard Haimann
Initiatoren geschlossener Fonds haben erhebliche Probleme, Anleger für ihre Beteiligungsmodelle zu gewinnen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Ratingagentur Scope. Danach konnten die Emissionshäuser in den ersten drei Quartalen dieses Jahres mit 2,53 Mrd. Euro nur 58 Prozent des benötigten Eigenkapitals von insgesamt 4,34 Mrd. Euro am Markt platzieren. "Das Angebot übertrifft in weitem Umfang die Absatzfähigkeit", sagt Scope-Chefanalyst Steffen Möller.
Die Zahlen zeigen, dass die Branchenprodukte nicht von der durch die Euro-Krise ausgelöste Flucht in die Sachwerte profitieren können. Aus Angst vor einer Geldentwertung haben Anleger vor allem massiv in Mietwohnungen investiert.
Nach einer neuen Studie des Immobilienverbands Deutschland (IVD) Nord verteuerten sich etwa in Hamburg Eigentumswohnungen in einfachen Lagen in den vergangenen zwölf Monaten um mehr als 20 Prozent, in guten und mittleren Lagen um zehn Prozent. "Die Zeit der Schnäppchen ist definitiv vorbei", sagt Axel Kloth, Vorsitzender des IVD Nord.
Initiatoren geschlossener Immobilienfonds konnten jedoch kaum Nutzen aus diesem Trend ziehen. Nach Scope-Berechnungen erzielten die Emissionshäuser in diesem Teilsegment zwar eine überdurchschnittliche Platzierungsquote von 63 Prozent. Unter dem Strich fehlen den Anbietern damit jedoch immer noch rund 904 Mio. Euro an erwartetem Kapital.
Bei Schiffsfonds konnten gar nur 44 Prozent des angepeilten Volumens gewonnen werden. Bei Beteiligungen, die in Solar- und Windkraftanlagen investieren, beträgt die Platzierungsrate lediglich 40 Prozent.

Teil 2: Gründe für die Absatzprobleme

  • FTD.de, 06.12.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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