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01.12.2009, 14:23
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Begehrtes Wasser
Sauberes Trinkwasser ist längst zu einem strategischen Gut geworden. Der Bedarf wächst mit dem Anstieg der Weltbevölkerung. FTD.de zeigt, wie Anleger mit ETFs, Zertifikaten und Fonds auf das begehrte Nass spekulieren.
von Sebastian Ertinger
Die Vereinten Nationen erwarten, dass Landwirtschaft, Industrie und private Haushalte in den kommenden 15 Jahren von dem kostbaren Nass bis zu 40 Prozent mehr verbrauchen werden als heute. Doch die Ressourcen sind begrenzt. "Wasser ist ein endliches Gut", sagt Jean Ryan, Fondsmanagerin von KBC Asset Management. "Es ist einer der wenigen Grundstoffe, für den es keinen Ersatz gibt." Die Entsalzung von Meerwasser ist aufwendig und teuer.
Trinkwasser aus dem Wasserhahn: in vielen Ländern bereits ein teures Gut
Damit steigt langfristig der Wert des nassen Guts und weckt das Interesse von Investoren. Finanzhäuser haben Geldanlagen in das "blaue Gold" als einen Wachstumstrend der Zukunft ausgerufen. Zwar stürzten in der Krise Fonds und Zertifikate, die auf diesen Trend setzen, im Einklang mit den Weltbörsen in den Keller. Geldanlagen in Wasser liefen vor allem in den ersten Monaten der Krise aufs Trockene. Inzwischen haben sie aber kräftig aufgeholt, und auch der Trend stimmt nach wie vor optimistisch: Experten rechnen für die Wasserbranche mit bis zu zweistelligen Wachstumsraten im Umsatz.
Steckbrief Wasserinvestments
Zwar gestalten sich Transport und Lagerung von Wasser deutlich einfacher als bei anderen Rohstoffen. Dennoch zählt es zu den wenigen Gütern des täglichen Bedarfs, die noch nicht an Warenbörsen gehandelt werden - und damit auch für Investoren nicht direkt greifbar sind. Eine Partizipationsmöglichkeit für Privatanleger sind indes Aktien von Unternehmen, die wesentliche Erlöse mit Wasserinfrastruktur oder -dienstleistungen erzielen. Dieses Anlageuniversum ist groß und reicht von Versorgern über die Hersteller von Leitungsrohren und Pumpen bis hin zu Firmen, die sich auf die Produktion von Filteranlagen, Verbrauchsmessern oder die Qualitätsprüfung spezialisiert haben.
Damit sind Anleger jedoch der Schwankungsanfälligkeit des Aktienmarktes ausgesetzt. "Wenn Sie in Rohstoffaktien investieren, sind die Einflussfaktoren generell andere als bei einem Rohstoffdirektinvestment", sagt Natalia Wolfstetter, Fondsanalystin der Ratingagentur Morningstar. "Die Konzentration auf Industriewerte und Versorger erhöhen das Risiko." Hinzu kommt: Abgesehen von einigen großen Versorgern tummeln sich viele mittlere und kleine Unternehmen im Wassergeschäft. "Nebenwerte sind schwankungsanfälliger als Standardwerte", erläutert Wolfstetter.
Teil 2: Wasser als defensive Growth-Strategie
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Aus der FTD vom 02.12.2009
© 2009 Financial Times Deutschland,
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