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25.02.2010, 13:21
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Portfolio:
Indexzertifikate machen Hedge-Fonds leichter handelbar
Anleger werden in der Krise Hedge-Fonds nicht los. Indexinvestments versprechen ständige Handelbarkeit.
von Bernd Mikosch
Solide Erträge in jeder Marktphase - dieses Versprechen konnten Hedge-Fonds in der Finanzkrise nicht einlösen. Zu leiden hatten institutionelle Investoren wie Stiftungsfonds und Pensionskassen, aber auch deutsche Privatanleger, die zumeist über Zertifikate in die vermeintlichen Alleskönner investierten. 2008 sahen sie nicht nur den Wert ihrer Hedge-Fonds schwinden, oft genug blieben sie zudem unfreiwillig auf ihren Investments sitzen - einige Zertifikateanbieter setzten den Handel mit den Papieren während der Finanzkrise schlichtweg aus.
Zweckentfremdet: Das englische Wort "Hedge" bedeutet "Hecke" oder "Absicherung"
Doch es wäre ein Fehler, die Anlageklasse deshalb zu verdammen - auch für Privatanleger. In der Breite kamen Hedge-Fonds besser durch die Krise als Aktien. Als Beimischung im Depot haben sie geholfen, das Portfolio zu stabilisieren. Außerdem gibt es inzwischen einige Anlageprodukte, die glaubhaft versprechen können, auch in Krisenzeiten liquide zu sein.
Am weitesten wagt sich die
Deutsche Bank mit einem börsengehandelten Indexfonds (Exchange-Traded Fund, ETF) vor: "Unser ETF erlaubt zum ersten Mal wirkliche Hedge-Fonds-Investments bei täglicher Liquidität", sagt Thorsten Michalik, der das ETF-Geschäft der Deutschen Bank leitet. Der Fonds hat seit seinem Start vor einem Jahr 900 Mio. Euro eingesammelt, vor allem bei institutionellen Investoren. Der Index basiert auf 38 Hedge-Fonds, die das Frankfurter Institut auf seiner sogenannten Managed-Account-Plattform verwaltet. "Dabei verantworten die Hedge-Fonds-Manager die Strategie, alle Transaktionen laufen aber über Konten der Deutschen Bank", erklärt Michalik. Das Institut habe darum die volle Kontrolle über das investierte Geld.
Ausgewählte Hedge-Fonds-Investments
"Der ETF ist sicherlich ein interessantes Vehikel für Hedge-Fonds-Investments, aber nicht besonders transparent", sagt Andreas Köchling, Fondsanalyst der Ratingagentur Feri. Das liege allerdings nicht am Anbieter, sondern an der Natur der Sache. "Hedge-Fonds sind für Außenstehende einfach schwer zu durchschauen. Außerdem erhöht die Verschachtelung über einen ETF die Komplexität der Gesamtkonstruktion." Ein Rating des Fonds suchen Anleger daher vergebens - nicht nur bei Feri, sondern auch bei Scope. "Ein solches Produkt ist sehr komplex und schwierig zu bewerten", sagt Sasa Perovic, der die Zertifikate- und ETF-Analyse bei Scope leitet. "Der Aufwand für ein profundes Rating stand bislang noch nicht in einem akzeptablen Verhältnis zur Nachfrage unserer Kunden." Bislang hätten kaum Vermögensverwalter angefragt, ob Scope den Fonds unter die Lupe nehmen könnte.
Auch Lyxor bietet seit April 2009 einen Indexfonds an - der sich allerdings nur einmal die Woche kaufen oder verkaufen lässt. "Eine permanente Handelbarkeit steht nicht im Einklang mit den zugrunde liegenden Hedge-Fonds-Strategien", sagt Oliver Stahlkopf, Direktor für Alternative Investments bei Lyxor in Frankfurt. "Wir haben uns daher bewusst dagegen entschieden, den Indexfonds als ETF anzubieten." Die Franzosen verwalten auf ihrer Plattform inzwischen 10,5 Mrd. $ in mehr als 110 Fonds. 89 davon fließen in die Indexberechnung ein.
Teil 2: Gefahren bei der Aufteilung des Vermögens
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Aus der FTD vom 25.02.2010
© 2010 Financial Times Deutschland,
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