Der Anlegerbeirat zog am Mittwoch auf der außerordentlichen Gesellschafterversammlung des Medienfonds VIP 3 in Planegg bei München seinen Antrag zurück, die zu Schmid gehörende Geschäftsführungs-GmbH durch eine von den Anlegern kontrollierte Gesellschaft auszutauschen. "Wir haben in der Nacht einen Kompromiss gefunden", sagte Gerd Schneider, Vorsitzender des Anlegerbeirats.
Der Vergleich, der sich auf die Fonds VIP 3 und VIP 4 bezieht, sieht unter anderem die Einsetzung eines Wirtschaftsprüfers vor. Er wird den Anlegerbeirat künftig über die Pläne der Geschäftsführung informieren. Zugleich entsendet der Beirat einen Spezialisten, der bei der Verwertung der Filmrechte helfen soll. Die Anlegervertreter wollen so die Ausgaben stärker kontrollieren und die Einnahmen verbessern.
Der Anlegerbeirat hatte die Gesellschafterversammlung Ende Dezember beantragt, nachdem er von Schmids Verkaufsplänen erfahren hatte. Der Beirat fürchtete Nachteile für die Anleger. Ein Verkauf hätte aus ihrer Sicht zu weniger Transparenz und größeren Risiken geführt. Schmid versicherte, keine Verhandlungen zu führen. Er sagte zugleich zu, den Anlegerbeirat über künftige Verkaufspläne zu informieren und ihm eine Reaktionszeit von zwei Monaten zu geben.