"Im Grunde gibt es drei Typen von Kunden", sagt Patrick Hahn von X-Trade Brokers. Zu den Anlegern, die Fremdwährungspositionen absichern wollten, gesellten sich Investoren, die gezielt Währungsgewinne im Blick haben. Die dritte Gruppe bildeten die Daytrader, die mit großen Hebeln spekulierten. Letztere, räumt Hahn ein, bildeten auch die größte Gruppe.
Die Anbieter machen es den Zockern leicht. Die kleinste Kontraktgröße im Devisenhandel liegt üblicherweise bei 100.000 Einheiten der Basiswährung - im Fachjargon ein Lot genannt. Kleinanleger können schon mit 0,1 Lot zocken. Wer etwa mit Euro handelt, kauft einen Kontrakt im Wert von 10.000 Euro. Investieren muss der Anleger je nach Hebel aber nur einen Bruchteil. "Je größer der Hebel, desto höher ist das Risiko", sagt Hahn.
Verändert sich der Wechselkurs zuungunsten des Anlegers, hat er kaum Gelegenheit, die Verluste auszusitzen, bevor seine Position liquidiert wird. Ein Beispiel: Ein Anleger kauft einen Kontrakt im Wert von 100.000 Euro, investiert aber nur 1000 Euro. Der Hebel beträgt also 1 zu 100. Das Eigenkapital dient als Sicherheit (Margin), die darüber bestimmt, wann die Position liquidiert wird. Verliert der Kontrakt auch nur ein Prozent an Wert, hat der Anleger bereits seinen Einsatz komplett verspielt.