Die wachsende Bedeutung hat Aufseher und Politik alarmiert. Der weltweite Finanzstabilitätsrat FSB hat Ende 2010 gedrängt, existierende Standards fortzuentwickeln. Groß ist insbesondere die Sorge, was passiert, wenn eines der Häuser in einer Krise in finanzielle Probleme gerät.
Bei der Harmonisierung zielt Barnier beispielsweise auf die Frist zwischen Abschluss und Abwicklung eines Geschäfts. Sie will er auf maximal zwei Tage festschreiben. Derzeit gibt es keine einheitliche Frist, was laut Barnier gerade grenzüberschreitende Geschäfte erschwert. Zudem soll eine ganze Reihe von Maßnahmen das Einhalten der Fristen sicherstellen.
Die Kontrolle der CSD will Barnier weiter den nationalen Aufsehern überlassen. Die Zulassungsregeln sollen aber vereinheitlicht werden. Einmal zugelassene Häuser sollen zudem ihre Dienste mit einem Pass EU-weit anbieten können. Das soll Wettbewerb und Effizienz fördern.
Eine weitreichende Idee im aktuellen Entwurf ist, CSD zu untersagen, andere Bankdienste anzubieten - etwa das Einrichten von Geldkonten oder die Wertpapierleihe. Die Deutsche-Börse-Tochter Clearstream bietet das an. Bliebe es dabei, müsste sie diese Geschäftspraxis umkrempeln.