Klassische Handys, mit denen man nur telefonieren und SMS schreiben kann, sind out. Rund 75 Prozent der Umsätze mit Mobiltelefonen in Deutschland werden 2012 voraussichtlich mit internetfähigen Smartphones erzielt. Schon vor zwei Jahren hat die US-Hightechbörse Nasdaq das steigende Interesse der Investoren an der Branche mit einem eigenen Branchenindex befriedigt. Der Nasdaq OMX CEA Smartphone Index umfasst 68 Unternehmen aus diesem Segment und wird zweimal im Jahr überprüft.
Die Performance des Smartphone-Barometers war bislang wenig überzeugend. Unter dem Strich hat sich der Index seit Auflegung kaum verändert, während der breiter aufgestellte Nasdaq 100 fast 40 Prozent an Wert zulegen konnte.
Hauptgrund für die deutliche Underperformance dürfte die hohe Gewichtung (18 Prozent) der extrem gut gelaufenen Apple-Aktie im Hauptindex sein. Im Smartphone-Barometer der Nasdaq ist Apple zwar ebenfalls das Schwergewicht, hier allerdings nur mit einem Anteil von rund drei Prozent.
Die Commerzbank hat seit Anfang März ein klassisches Tracker-Zertifikat auf diesen Smartphone-Index im Angebot. Eine jährliche Gebühr fällt dabei nicht an.
Dafür müssen Anleger aber auf Dividendenzahlungen der Unternehmen verzichten, weil es sich hier um einen reinen Kursindex handelt, bei dem die Ausschüttungen nicht berücksichtigt werden. Da die meisten Aktien außerhalb der Euro-Zone gelistet sind und der Index in Dollar notiert, sind zudem Wechselkurseinflüsse zu berücksichtigen.
Das gilt auch für das jetzt von der HypoVereinsbank emittierte Zertifikat auf den gemeinsam mit Structured Solutions entwickelten Solactive Smart Mobile Performance-Index. Hier fließen die Dividenden aber mit in die Indexberechnung ein. Im Gegenzug verlangt der Emittent eine Managementgebühr von einem Prozent pro Jahr. Der Index enthält aktuell lediglich 20 Unternehmen, die bei der halbjährlichen Überprüfung immer wieder gleich stark gewichtet werden. Auch die Zusammensetzung unterscheidet sich deutlich von der Aufstellung des Konkurrenzindex. Mit Apple , Google , LG Electronics , Nokia , Samsung und Sony sind nur sechs Aktien in beiden Portfolios enthalten.
Während bei der Nasdaq aus-schließlich Smartphone-Hersteller, Anbieter von passender Hard- und Software sowie zu kleinen Teilen noch Provider im Index enthalten sind, findet man bei dem neuen Aktienkorb auch Unternehmen, die im Bereich soziale Netzwerke (etwa Linkedin oder Mail.ru) oder E-Commerce-/Mobile-Entertainment (Amazon , Ebay , Groupon ) tätig sind.